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II. Der Geldmarkt.
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da die intensive Tätigkeit auf dem Kapitalmarkt die Tendenz hat, diesen
Zwischenraum zu verkürzen.
Innerhalb der großen Epochen heben sich die einzelnen Konjunktur-
perioden ab: In Epochen steigenden Zinses liegen die Durchschnitts-
zinse in der folgenden bionjunkturperiode höher als in der vorher
gehenden, in Epochen fallenden Zinses niedriger. Man hat in der
Gegenwart oft die Behauptung aufgestellt, daß die Konjunkturperioden
einander rascher folgen als ehedem. Vas ist nicht zutreffend.
Zn der vorhergehenden Epoche starker Investition waren die Kon-
junkturperioden nicht von langer Dauer: jene von 1858—1864 dauerte
sieben, von 1865—1869 fünf und von 1870—1875 nicht viel über drei
Iahre,- kürzere Dauer weisen auch die Konjunkturperioden in der Gegen
wart nicht auf.
Die Einwirkung der Epochen und der Konjunkturen innerhalb
derselben auf die Notenbanken läßt sich am deutlichsten durch einen
Vergleich der Zeit von 1880—1895 mit jener von 1895 bis in die Gegen
wart zeigen. Die erste Epoche begann nach Vollendung der großen
Eisenbahnbauten, nach der schweren Krise von 1873,- es war eine Zeit
des Friedens, geringer Investitionsbedürfnisse von Staat und Privat
unternehmungen. Das Sinken der Warenpreise, von den Getreidepreisen
ausgehend, entmutigte die Warenspekulation, Nbgleitungen der Aktienkurse
infolge der Stagnation in vielen Produktionszweigen die Uktienspeku-
lation. Es war jene Zeit, in der die Agrarier das Getreidetermin
handelsverbot verlangten, weil damals die Warenspekulation meist
sinkende Preise vorhersah. Die Epoche seit 1895 ist dagegen eine Kriegs-,
Rüstung?- und Industrieepoche, eine Zeit steigender Preise. Bewegen
sich auch die Konjunkturen in Wellenlinien, so liegen die preise an den
Spitzen einer Konjunktur doch regulär höher als in der vorhergehenden,
und das gibt nicht bloß der berufsmäßigen, sondern auch der Publikums
spekulation die Zuversicht, daß ein Sinken der Preise nur eine vorüber
gehende Tatsache sei. Waren- und Effektenspekulation haben zuge
nommen und mit ihnen der Bedarf nach Geldmarktkredit.
Wie sich die zwei Epochen und ihre Konjunkturperioden in die
Bilanzen der Notenbanken einzeichneten, das zeigen die folgenden
Uebersichten: