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II. Der Geldmarkt.
(Indien, Aegypten) hervorruft. Oer Goldbestand ist regulär am stärksten
in der Mitte, am schwächsten am Ende der Ouactale. — Auster dem
Konto des Metallbestands ist nur jener der öffentlichen Guthaben von
den Schwankungen der Jahreszeit abhängig, lvie schon erwähnt, steigen
die Guthaben des Staates im ersten Jahresviertel infolge der Steuer
zahlung an und senken sich dann in den folgenden Monaten infolge
fortdauernder Abhebungen. So erhöhten sich zum Beispiel die publie
deposits im Jahre 1913 von 9.8 Millionen £ am 8. Januar auf 28.8 Mil
lionen £ am 12. März und senkten sich dann bis auf 5.3 Millionen £
am 15. Oktober. In manchen Jahren mutz die Kinanzverwaltung
gerade im letzten Vierteljahr, also in der Zeit der grötzten Ansprüche,
Schatzwechsel begeben. — Die privaten Guthaben dagegen schwanken
in den einzelnen Jahresmonaten nur wenig, sie bewegten sich zum Bei
spiel im Jahre 1913 von Anfang Januar bis Mitte Dezember immer
um 40 Millionen £. Im Gegensatz zu den Guthaben der kontinentalen
Notenbanken sind die Privatdepositen der Bank von England nicht
Giroguthaben — die Bank hat keinen Ueberweisungsverkehr —, son
dern Kassenbestand und Kriegsreserve von Banken und grasten öffent
lichen Korporationen und die Schwankungen des Kontos zu den ein
zelnen Jahreszeiten — vom Jahresabschluß abgesehen — sind gering
fügig. —
Die Wirkung der Jahreszeit auf die Bank von England zeigt am
deutlichsten die Statistik von hirst und Palgrave, welche Durchschnitts
zahlen für die Bankreserve, das heistt die Summe der Noten, die die
Bank von England noch ausgeben durfte, für die Jahre 1888—1907
enthält. Danach stieg die Bankreserve von 84% der Verbindlichkeiten
zu Anfang Januar auf 111 % Lüde März, sank auf 91% in der dritten
Aprilwoche, stieg auf 100% zu Anfang, sank auf 97% zu Mitte Mai,
stieg bis Anfang Juli auf 110%, sank bis Ende August auf 98%, stieg
auf 108% zu Mitte Oktober, sank auf 90% zu Ende November, stieg
auf 95% zu Mitte und sank auf 84% zu Ende Dezember.
Die Bedeutung der Jahreszeit für den ameri
kanischen Geldmarkt.
Die vereinigten Staaten hatten bisher nicht einen, sondern fünf
Geldmärkte: New Port, Lhicago, New Orleans, St. Louis, San Fran-
cisco. In New Port ist infolge der Kuponzahlungen im Januar und
Anfang Februar Geld billig, zumal nach den Feiertagen geringes
Ladengeschäft herrscht und der Verkehr auf den lvasserstratzen unter-