Contents: Leben und Lehre des Buddha

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52 IV. Buddhas Stellung zu Staat und Kirche. 
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genannt wird, Sakra (Pali Sakka), der König der Götter, deren 
alte Zahl 33 beibehalten ist. Indra wacht über die Buddhisten 
ebenso wie über die brahmanischen Inder. Wenn einem Frommen 
Gefahr droht, oder einer eine besonders gute Tat beabsichtigt oder 
ausführt, so wird Indras Thron heiß; er muß aufstehen und sieht 
sich um, was auf Erden los ist. Wie im Brahmanismus statten 
ihm auch im Buddhismus Heilige im Himmel Besuche ab. Sehr 
oft erscheint Brahma Sahampati mit einer Unmasse anderer Götter 
der Brahmawelt neben sich. Ja, wir erfahren aus den buddhistischen 
Schriften von viel mehr Arten von Göttern als aus den brah 
manischen. Es werden genannt Brajapati-Götter, Götter der vier 
großen Könige, Todesgötter, Götter des lusita-Himmels, die Götter 
der unbegrenzten Freude, die glänzenden, die wonnigen, die sonnigen, 
die hehren, die strahlenden, die formlosen Götter und viele andere. 
Es werden Erd-, Wald- und Baumgottheiten erwähnt. Viele 
Hunderttausende von Gottheiten begleiten den Buddha, um ihn 
predigen zu hören. Es gibt Geister aller Arten und schreckliche 
Höllen in großer Zahl. Aber die Götter haben im Buddhismus 
doch viel von ihrem alten Glanze eingebüßt. Gott sein, heißt für 
Buddha nur, eine höhere Stufe der Existenz, eine bessere Daseins 
form erlangt haben. Auch Indra ist zu seiner Herrlichkeit nur 
gekommen, weil er früher Gutes getan hat. Ein buddhistischer 
Text läßt ihn Buddha besuchen und sich von diesem belehren, 
warum ein Mönch der beste unter Göttern und Menschen sei, eine 
Belehrung, die Indra darauf dem Maudgalyäyana mitteilt, als 
dieser ihn im Himmel besucht. Und um den Göttern die Macht 
des Mönches zu zeigen, bringt Maudgalyäyana bei dieser Ge 
legenheit mit seiner Zehe den Götterpalast ins Wanken. Die 
Götter vergehen ebenso wie die Menschen. Ein Mensch kann in 
der nächsten Geburt ein Gott, ein Gott ein Mensch, ja ein Tier 
oder lebloses Ding sein. Wie die Menschen, sind auch die Götter 
Geburt, Alter und Tod unterworfen. Aber besser als die Menschen 
hatten es die Götter immerhin. Das Gottsein war die höchste 
Staffel im Kreisläufe der Geburten, und so konnte die Aussicht, 
in der nächsten Geburt in einer Götterwelt als Gott wiedergeboren 
zu werden, sehr wohl ein Antrieb zu richtigem Lebenswandel werden. 
Buddha mußte wenigstens die Möglichkeit offen lassen, daß ein 
Frommer, dem es in diesem Leben schlecht gegangen war, in der 
nächsten Geburt im Himmel als Gott in Glanz und ohne Sorgen 
werde leben können. Die Götter durften also nicht fehlen; sie
	        
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