Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Badische  Anilin-  und  Soda-Fabrik,  Ludwigshafen  a.  Rh.

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Lungenheilstätte  in  Dannenfels.

ERHOLUNGSHAUS  KIRCHHEIMBOLANDEN  mit  22  Betten  zur  Verfügung.  Jährlich ­
  finden  dort  etwa  250  Kassenmitglieder  zur  Kräftigung  und  Erlangung  der  vollen  Arbeitsfähigkeit ­
  Aufnahme  auf  die  Dauer  von  1—6  Wochen  mit  meist  sehr  gutem  Erfolg.
Bereits  im  Jahre  1893,  also  in  den  ersten  Anfängen  der  Heilstättenbewegung,  errichtete
die  Fabrik  in  dem  am  Donnersberg  gelegenen  Orte  Dannenfels  eine  eigene
LUNGENHEILSTÄTTE,  ursprünglich  mit  16  Betten,  deren  Zahl  durch  wiederholte
Erweiterungen  heute  auf  37  gebracht  wurde.  Die  Aufnahme  erfolgt  je  nach  Lage  des  Falles
auf  2  6  Monate.  Im  ganzen  wurden  bis  jetzt  in  dem  Krankenhaus  936  Lungenkranke,
von  denen  heute  noch  385  in  der  Fabrik  arbeiten,  verpflegt.
GESUNDHEITSPFLEGE.  Jedoch  nicht  allein  auf  gute,  gesundheitliche  Verhältnisse
bei  den  Arbeitern,  sondern  auch  auf  die  Gesundheitspflege  bei  deren  Angehörigen
ist  die  Fabrik  bedacht.  Sie  gewährt  den  Familienangehörigen  ihrer  Arbeiter  in  Ludwigshafen ­
  und  Kolonie  Limburgerhof  mit  2jähriger  Dienstzeit  in  Krankheitsfällen  freie
ärztliche  Behandlung.  Täglich  finden  in  dem  außerhalb  der  Fabrik  gelegenen  besonderen
Frauenambulatorium  Sprechstunden  durch  die  Fabrikärzte,  zweimal  in  der  Woche
auch  durch  einen  Spezialarzt  für  Frauenkrankheiten  statt.  Auch  andere  spezialärztliche
Hilfe  wird  in  besonderen  Fällen  gewährt.  Zur  Krankenpflege  stehen  5  Schwestern  vom
roten  Kreuz,  die  in  dem  von  der  Fabrik  errichteten  und  unterhaltenen  Schwesternhaus
wohnen,  zur  Verfügung.  Auf  Nachsuchen  gewährt  die  Fabrik  Beihilfe  zu  den  Verpflegungskosten ­
  in  Krankenhäusern  bei  Familienangehörigen.  Wenn  die  Frau  längere  Zeit  erkrankt
ist,  wird  durch  Arbeiterwitwen  Hauspflege  erteilt.  Schwerkranken  wird  Krankenkost,
die  in  der  Haushaltungsschule  besonders  hergestellt  wird,  geliefert.  Durch  die  Fabrikärzte
und-Schwestern  wird  eine  ausgedehnte  Lungenfürsorge  durch  Beratung,  Untersuchung,
Pflege,  Sputumuntersuchung  und  Röntgenaufnahmen  betrieben.
Mit  Hilfe  von  Stiftungen  des  langjährigen  Direktors  und  Vorsitzenden  des  Aufsichtsrats, ­
  verstorbenen  Geheimen  Kommerzienrats  Dr.  von  Brunck,  ist  es  möglich,  jedes  Jahr
            
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