Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Badische Anilin- und Soda-Fabrik, Ludwigshafen a. Rh. 27* 
Die Mitgliederzahl beträgt zurzeit 940. Das Vermögen der Kasse beläuft sich auf etwa 
7 000 000 M., die jährlichen Leistungen betragen etwa 80 000 M. 
Seit dem 1. Januar 1913 ist die Kasse als Zulagekasse organisiert, in der Weise, daß 
die unter das Angestelltenversicherungsgesetz fallenden Angestellten Beiträge an die Kasse, 
vermindert um den Beitrag an die Versicherungsanstalt für Angestellte zahlen; dagegen 
werden die Bezüge der Reichsversicherungsanstalt auf die Pensionen der Kasse angerechnet. 
FREIWILLIGE BEAMTENUNTERSTÜTZUNG. Beamte, die keinen Anspruch an die 
Beamtenpensionskasse haben, erhalten seitens der Fabrik aus besonderen zur Verfügung 
stehenden Mitteln freiwillige Beamtenunterstützung. Auch ist durch eine Stiftung des Herrn 
Geheimen Kommerzienrat Hüttenmüller im Betrage von 30 000 M. Fürsorge für Unter 
stützung von Beamten in Notfällen gegeben, indem von diesem Kapital jährlich bis zu 
3000 M. zuzüglich anfallender Zinsen zu Unterstützungen verwendet werden können. 
Die Bücherei und das Frauenbad können auch von Beamten bzw. deren Angehörigen 
benutzt werden. 
Für Wohlfahrtszwecke wendete die Fabrik im Jahre 1912 auf: 
für freiwillige Leistungen rund 2 346 500 M. 
,, gesetzliche ,, ,, . 421 100 ,, 
insgesamt: 2 767 600 M. 
Die Verwaltung vorstehend aufgezählter Wohlfahrtseinrichtungen, wie auch die Be 
sorgung der Geschäfte der Kranken-, Invaliden-, Unfall -und Angestelltenversicherung 
wird von einem mit 20 Beamten und Angestellten arbeitenden, besonderen Bureau, dem 
Wohlfahrtsbureau, besorgt.
	        
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