Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Adolf Bleichert & Co., Leipzig. 
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BRAUSEBÄDER mit Fußwaschgelegen 
heit vorhanden, Zellen mit Fliesenbelag der 
Wände, die den einzelnen Werkstättenabtei 
lungen an den verschiedenen Wochentagen 
frei zur Verfügung stehen. Für die Pausen und 
zum Einnehmen der Mahlzeiten ist ein großer 
SPEISESAAL eingerichtet, der durch einen 
Kantinier bewirtschaftet wird, von dem zu 
einem festgesetzten niedrigen Tarif Speisen 
und Getränke erhältlich sind. 
Das Überwiegen des Beamtenkörpers in 
der Leipziger Konstruktionszentrale bedingt 
besondere Maßnahmen, um die Arbeitsräume 
nicht nur in hygienischer Beziehung allen 
Ansprüchen entsprechend zu gestalten, es 
wurde vielmehr von der Firma großer Wert 
darauf gelegt, die Zimmer und Säle auch in ästhetischer Weise schön herzustellen in der 
richtigen Überlegung, daß die Räume, in denen sich die Beamten und Angestellten 8 Stunden 
während des Tages auf halten, so ausgestattet 
sein müssen, daß der Aufenthalt in denselben 
in jeder Beziehung angenehm ist. Die Zimmer 
sind daher sämtlich groß, hoch, hell und luftig 
gehalten, die Beleuchtungseinrichtung ist den 
Wünschen der Beamten entsprechend aus 
geführt, für Waschgelegenheit ist ausreichend 
gesorgt. Die Räume sind mit Linoleum belegt, 
das in dem neuen Eisenbetonverwaltungsge 
bäude auf Korkschicht liegt. Die Wände sind 
am unteren Teil mit Linkrusta bezogen und 
hell gestrichen, das Holzwerk und die Möbel 
sind in ansprechenden Formen teils in brau 
ner, teils in gelber Farbe gehalten. In den , 
, , , . , „ , , Arbeiterspeisesaal in der Werkstatt. 
Garderoberaumen steht jedem Beamten und 
Angestellten ein verschließbarer eiserner Schrank zur Verfügung. Auch sind hier große 
Wascheinrichtungen mit Marmorplatte und Spiegel vorhanden, zu denen Seife und Hand 
tuch geliefert wird. Die Toiletten sind durch 
gängig mit Fliesen ausgelegt und mit Venti 
latoren versehen. Bei ihrer Herstellung sind 
die letzten Fortschritte der Installationstechnik 
berücksichtigt. Die Zimmer der Oberbeamten 
sind mit Edelholz getäfelt, dem Geschmack 
des einzelnen Herrn entsprechend eingerichtet 
und mit verdeckter Wascheinrichtung und 
Kleiderwandschrank versehen. 
Es ist erklärlich, daß die Firma für die 
Einrichtung der Bureauräume in dieser Art 
erhebliche Aufwendungen machen mußte, sie 
hat aber dadurch den erfreulichen Erfolg er 
zielt, daß Beamte und Angestellte gern in 
ihren Räumen sind, so daß hierdurch dem er- 
Ein Teil der Arbeitergarderobe und des Arbeiterwasch- folgreichen Zusammenarbeiten aller in bester 
raumes mit Blick in die Brausebad-Anlage. Weise gedient ist.
	        
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