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Beamtenwohnungen in Wetzlar, Bannstraße.
Buderussche Eisenwerke, Wetzlar.
Eines der ältesten Werke der Montanindustrie, das den bekannten Erzlagerstätten
an der Lahn und Dill seine Entstehung verdankt, dessen Anfänge — wie aus alten Urkunden
hervorgeht — bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurückreichen, und das im
Laufe der Zeit die verschiedensten Wandlungen erfahren hat, sind die Buderusschen Eisen
werke Akt.-Ges. in Wetzlar. Sie sind im Jahre 1884 aus der Firma Gebr. Buderus, der Nach
folgerin des Hauses J. W. Buderus Söhne, hervorgegangen.
Das Besitztum der Buderusschen Eisenwerke umfaßt neben Eisenerz- und Kalkstein
lagern an der Lahn, der Dill und in Oberhessen die Sophienhütte in Wetzlar, die Georgs
hütte in Burgsolms, die Main-Weser-Hütte in Lollar, die Carlshütte in Staffel und seit An
fang 1911 die Steinkohlenzeche Massen in Massen bei Unna i.W.
Auf diesen ausgedehnten Werksanlagen werden etwa 8000 Arbeiter und Angestellte
beschäftigt. Schon früh haben die Buderusschen Eisenwerke, mit klarem Blick den Gang
der Dinge erkennend, mannigfache Einrichtungen zum Wohle ihrer Arbeiter und Angestellten
getroffen.
ARBEITER- UND BEAMTENWOHNUNGEN. Aus den Erwägungen heraus, daß für
die Arbeiter eine gesunde und billige Wohnung vorhanden sein muß, ging man dazu über,
Arbeiter- und Beamtenwohnungen in Wetzlar, in Burgsolms, in Lollar, in Staffel, in Massen,
sowie in der Nähe der an der Lahn, der Dill und in Oberhessen liegenden Gruben zu errichten.
Die Buderusschen Eisenwerke verfügen zurzeit über
98 Arbeiterwohnhäuser mit 369 Wohnungen und
44 Beamtenwohnhäuser mit 57 Wohnungen.
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