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Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., Leverkusen.
Dann folgen von 61—45 mal wiederum Ganghofer, Freytag, Viebig; 45 mal wurde auch
Frenssens Hilligenlei gelesen.
LESEHALLE IM ERHOLUNGSHAUS. Die Lesehalle bietet ca. 65 Personen in bequemen
Lehnstühlen gleichzeitig Platz. Sie ist allen Werksangehörigen und ihren Familien zu
gänglich. Die Handbibliothek besteht aus ca. 850 Bänden, darunter systematische und
Nachschlagewerke aller Wissenschaften, Sammelwerke aus allen Gebieten, alle Klassiker
und nachklassischen guten Autoren. Sie enthält ferner ca. 130 Zeitungen und Zeitschriften,
darunter auch Blätter für bestimmte Arbeiter- und Handwerkergruppen. Die abgeschlos
senen Jahrgänge werden der Bücherei überwiesen, ältere Nummern werden auch nach
Hause verliehen.
An drei Wochentagen verwandelt sich nachmittags die Lesehalle in einen Kinder
lesesaal und wird dann zu klein, so daß eine der Bibliothekarinnen mit einem Teil
Lesehalle im Erholungshaus.
der Jugend in einen anderen Raum auswandern muß, ihnen Märchen erzählt, Kinderlieder
singen läßt usw. Für die Kinder besteht eine ca. 800 Bände umfassende Kinderbücherei.
Der Gesamtbesuch durch wirkliche Leser betrug im Jahre 1912 nahezu 17 000 Per
sonen.
Die Lesehalle veranstaltet vor Weihnachten größere Ausstellungen von guten Büchern,
Bildern usw., die erfreuliche Erfolge aufzuweisen haben.
B. Einrichtungen für bestimmte Kategorien von Werksangehörigen.
LEHRLINGSSCHULE. Um den Söhnen von Werksangehörigen eine gute praktische
und theoretische Ausbildung als Metallarbeiter zu geben, ist eine Lehrlingsschule ein
gerichtet. Sie steht unter Leitung eines aus Beamten und Arbeitern (Schlossern) bestehenden
Ausschusses und gewährt den Lehrlingen bei einer Gesamtausbildungszeit von 4 Jahren
in einer Lehrlingswerkstatt und einer damit verbundenen Fortbildungsschule die Möglich-