H. Füllner, Maschinenbauanstalt, Warmbrunn in Schlesien.
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Teilansicht des Füllner-Parkes mit Blockhaus.
FÜLLNER-PARK. Eine Wohlfahrtseinrichtung größeren Umfanges für die Allgemein
heit bildet der von Herrn Geheimrat Dr.-Ing. Eugen Füllner gestiftete Füllner-Park von
16 ha Größe, der mit seinen schönen Wegen, herrlichen Gebirgsaussichten, Gebüsch- und
Pflanzengruppen und stillen Weihern nicht nur den Arbeitern und Angestellten der Fabrik,
sondern auch den Bewohnern von Warmbrunn-Herischdorf Gelegenheit zur Erholung in
frischer, freier Luft bietet. Der Park ist ein vorbildliches Werk echtester, edelster Heimatkultur.
Nahe einem 12 000 qm großen Teiche mit Buchten und Brücken, in dessen klarer Wasser
fläche sich der Riesengebirgswall widerspiegelt, und der im Winter — abends unter reichlicher
elektrischer Bogenlampenbeleuchtung — als Eisbahn benutzt wird, erhebt sich das Parkrestau
rant „Norwegisches Blockhaus“, ein monumentaler Holzbau von eigenartig schöner
Wirkung. Pläne und Werkzeichnungen hierfür wurden in Norwegen angefertigt. Es ist
eine genaue Nachbildung des musterhaften Blockhauses „Frognersaeteren“ (Frogner
Sennhütte) bei Holmenkollen, etwa 8 km von Kristiania, welches durch Munthe, den berühmt
gewordenen Künstler der Blockhausarchitektur, erbaut wurde. Die Lage des Hauses im
Füllner-Park ist so gewählt, daß sich das Auge des Besuchers unbehindert an dem Anblicke
der reizenden Umgebung und des gewaltigen Höhenzuges des Riesen- und Isergebirges,
weiden kann. Eine Granittafel an der Stirnmauer der Terrasse trägt die Inschrift:
„Dieser Park mit Blockhaus wurde am Tage der Silberhochzeit Ihrer
Majestäten Kaiser Wilhelm II. und seiner Gemahlin Auguste
Viktoria am 27. Februar 1906 von mir gestiftet und am heutigen
Tage seiner Bestimmung übergeben. Gott schütze das Werk und
alle, die friedvoll darin weilen“.
Warmbrunn, 18. Juli 1909.
Eugen Füllner.