Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Henkel & Co., Fabrik chemischer Produkte, Düsseldorf. 
Badetücher stellt die Firma 
fügung. 
Weiter sind noch besondere HEILBÄDER 
eingerichtet, zu denen Salze, Extrakte von der Firma 
ohne Entgelt abgegeben werden. 
Da wir nun einmal beim Kapitel „gesundheit 
liche Fürsorge“ sind, seien noch die Vorkehrungen 
für etwa eintretende Unglücksfälle erwähnt. 
Die über das gesetzliche Maß hinaus in den 
maschinellen Betrieben angebrachten SCHUTZ 
VORRICHTUNGEN gewährleisten einen vollkom 
men gefahrlosen Betrieb. Dennoch hat jede Anlage 
besondere Verbandsschränke; außerdem besteht 
unter ständiger Aufsicht einer Krankenschwester 
eine allgemeine KRANKEN- UND UNFALL 
STATION. 
Die KRANKENSCHWESTER übt, soweit sich 
Gelegenheit bietet, auch ambulante Krankenpflege 
unter den Arbeiterfamilien aus. Sie ist die ständige 
Vermittlerin zwischen den Arbeitgebern und den 
durch Krankheiten in Not geratenen Arbeitneh 
mern des Werks sowie deren Familienangehörigen. 
An Freuden und Leiden nehmen die Fabrik 
herren tätigen Anteil. Hat die Familie eines Ar 
beiters Zuwachs erhalten, so wird die Wöchnerin regelmäßig von der Krankenschwester 
besucht. Dankbar empfunden wird in solchen Fällen die Einrichtung des sogenannten 
WANDERKORBES. Der Korb, der Säuglings- und Wöchnerinnenwäsche, Geburts- und 
Babygerätschaften enthält, wird den Familien auf ein Vierteljahr überlassen. Wegen seiner 
reichen, zweckmäßigen Ausstattung zog der Korb auf der Städteausstellung 1912 in Düssel 
dorf wiederholt die Aufmerksamkeit interessierter Kreise auf sich. 
Kann im elterlichen Hause auf die Pflege der kleinen Wesen nicht die nötige Sorgfalt 
verwandt werden, so finden diese liebevolle Aufnahme in dem im benachbarten Benrath 
erbauten SÄUGLINGSHEIM, einer Schöpfung des Seniorchefs der Firma, Herrn Kommer 
zienrats Henkel. Die ärztliche Lei- 
Krankenzimmer mit Schwester. 
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