Ilse, Bergbau-Act.-Ges., Grube Ilse.
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Fig. 13. Verwaltungsgebäude in Grube Ilse.
a) Unterstufe: Zeichnen 2 Std., Geschäftskunde 2 Std., Rechnen 2 Std.;
b) Mittelstufe: Zeichnen 2 Std., Geschäftskunde 2 Std., Rechnen 2 Std., Wirtschaftsgeographie
1 Std.;
c) Oberstufe: Zeichnen 2 Std., Bürgerkunde 2 Std., Fachkunde 1 Std., Lebenskunde
1 Std., Buchführung 1 Std.
Überdies findet für sämtliche Klassen wöchentlich je eine Stunde Turnspiel statt.
Die Lehrlinge werden für die in Frage kommenden Nachmittage beurlaubt, ohne dadurch
eine Einbuße am Verdienst zu erleiden.
Diejenigen Schüler der Oberstufe, welche sich durch besondere Fähigkeiten und durch
Fleiß auszeichnen und deren sittliches Betragen einwandfrei ist, erhalten beim Austritt
aus der Fortbildungsschule eine Prämie von 1000 M., die ihnen den Besuch einer Fachschule
ermöglicht und ihnen somit Aussicht bietet, aus dem Arbeiterstande in gehobene
Stellungen, als Techniker, aufzurücken.
Die Freizügigkeit der so Begünstigten wird in keiner Weise beschränkt, sie sind durchaus
nicht verpflichtet, nach dem Verlassen der Fachschule wieder in die Dienste der Ilse
einzutreten. Jeder an den Tag gelegte Fleiß der Schüler wird bei gleichzeitiger guter Führung
durch wertvolle Geschenke (Bücher, Reißzeuge, Uhren) belohnt.
Die der Ilse hierfür, sowie für Lehrerhonorar, Lehrmittel und Vergütungen für ausgefallene
Arbeitszeit entstehenden Ausgaben belaufen sich auf etwa 8000 M. jährlich.
Im Jahre 1907 hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Kommerzienrat Wittekind in
Berlin, eine Bibliothek geschaffen, die zurzeit 1800 Bände enthält. Da auf die Geschmacksrichtung
der Arbeiterkreise besondere Rücksicht genommen ist, wird die Bibliothek eifrig benutzt.