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einer Gemeinde bei Triebei, sind sechs Wochen überhaupt keine
gegeben worden. Erst auf energische Beschwerde gab es dann
den Zusatz. Den neuen, durch das Ernährungsamt zugesagten
Zusatz bekommen die Bergarbeiter von Triebe! und Umgegend
noch nicht. In Triebe! und Umgegend sind viele Bergarbeiter,
die zugleich kleine Landwirte sind. Sie haben eine oder zwei
Kühe und etwas Ackerland, sind also Selbstverbraucher. Diesen
Bergarbeitern wird der Zusatz verweigert. Sie dürfen für sich
selbst also nicht niehr verbrauchen und sind deshalb geschädigt.
2. Butter und Fette. Die Stadt Triebe! sorgt nicht ge
nügend für Butter und Fettwaren. Die Einwohner von Triebe!
- auch die Bergarbeiter bekommen nicht mehr — sollen pro
Woche und Kopf 100 Gramm Fett erhalten. Sie bekommen
diese Ration aber nicht. Im März 1916 hat es zum erstenmale
einmal 100 Gramm Butter gegeben pro Kopf, im April 100 Gr.
Schmalz und im Juni zwei Wochen hintereinander 100 Gramm
Speck. Sonst nichts. Wie ich jetzt dort war, ist Margarine
ausgegeben worden. Die Ausgabe ist aber den Bergarbeiter
familien nicht bekannt gegeben worden, diese wußten deshalb
nichts davon und nur eine Bergarbeiterfrau, die zufällig in den
Laden kam, hatte das Glück, noch etwas zu bekommen.
Noch schlechter sind die Bergarbeiter der umliegenden Orte
daran, die nicht eine kleine Wirtschaft haben. Diese bekommen
gar nichts. In Triebei, wo die Geschäfte sind, erhalten sie nichts,
weil sie nicht aus Triebe! sind, und die Gemeinden selbst besor
gen auch nichts. Bei den Bauern ist auch nichts gu, kaufen, da
diese lieber an unbekannte fremde Personen verkaufen, die
höhere Preise zahlen. Kommt man hin, dann heißt es: „Ich
habe selbst nichts, zwei Kühe sollen noch kalben und die andere
gibt nicht viel Milch, das brauch ich alles für mich."
3. Fleischversorgung. Anfang April 1916 gab es drei
Wochen lang gar kein Fleisch. Dann sollte Rationierung ein
treten. Die Person sollte pro Woche ein Pfund bekommen, aber
jede Familie nicht mehr als vier Pfund. Dieses Quantum be
kommen die Leute aber nicht. Rindfleisch gibt es ja jetzt, aber
Schweinefleisch können die Bergarbeiter nicht bekommen, was
gerade beim Bergarbeiter, da es etwas fetter ist, ein Bedürfnis
ist. Das Schweinefleisch wird wer weiß wohin verkauft.
Schlachter Handke gab nur Schweinefleisch auf Bestellung,
Schlachter Heinze desgleichen, Schlachter Winkler durch den
Hauseingang bei verschlossenem Laden.
Der Vertrauensmann machte eine Beschwerde. Es soll nun
ein halbes Pfund jede Woche geben. Die Arbeiter erhalten es
aber nicht. Beim Schlachter Beier lag in der Woche vom 22. bis
29. April noch fettes Schweinefleisch unter dem Ladentisch. Die
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