Object : Fortschritt und Armut

Kap.  III.  Der  Vorschlag  an  den  Regeln  der  Besteuerung  geprüft.  ZOZ

jetzt  die  anderen  Steuern  erfordern,  infolge  der  Ersetzung  derselben  durch
die  Steuer  auf  die  Grundwerte  gänzlich  erspart  werden.  Welch  eine
enorme  Ersparnis  dadurch  bewirkt  werden  könnte,  läßt  sich  aus  der  Menge
von  Beamten  schließen,  welche  jetzt  zur  Einziehung  dieser  Steuern  verwendet ­
  werden.
Diese  Ersparnis  würde  den  Unterschied  zwischen  den  jetzigen  Erhebungskosten ­
  und  den  Erträgnissen  der  Steuern  bedeutend  verringern,
aber  die  Ersetzung  aller  anderen  Steuern  durch  eine  Steuer  auf  die
Grundwerte  würde  diesen  Unterschied  sogar  auf  eine  noch  wichtigere
Weise  verringern.
Eine  Steuer  auf  die  Grundwerte  erhöht  die  preise  nicht  und  wird
somit  direkt  von  denjenigen  bezahlt,  auf  die  sie  fällt,  wohingegen  alle
Steuern  auf  Dinge  unbestimmter  (Quantität  die  preise  steigern,  im
Verlaufe  der  Tausche  von  dem  Verkäufer  auf  den  Käufer  abgewälzt
werden,  und  sich  dabei  unterwegs  verteuern.  Legen  wir,  wie  man  oft
versucht  hat,  eine  Steuer  auf  Anlehen,  so  wird  der  Darleiher  die  Steuer
dem  Borger  belasten,  und  der  letztere  muß  sie  bezahlen  oder  auf  das
Anlehen  verzichten.  Braucht  der  Borger  es  in  seinem  Geschäft,  so  muß
er  seinerseits  die  Steuer  von  seinen  Runden  zurückerhalten,  oder  sein
Geschäft  wird  unvorteilhaft.  Legen  wir  eine  Steuer  auf  Gebäude,
so  müssen  schließlich  die  Benutzer  desselben  die  Steuer  bezahlen,  denn
die  Bautätigkeit  wird  aufhören,  bis  die  Häusermieten  hoch  genug  werden,
um  den  gewöhnlichen  Profit  und  auch  die  Steuer  zu  zahlen.  Legen  wir
eine  Steuer  auf  importierte  Waren,  so  wird  der  Fabrikant  oder  Importeur ­
  dem  Händler,  der  Händler  dem  Detaillisten  und  der  Detaillist
dem  Konsumenten  sie  in  einem  höheren  Preise  anrechnen.  Der  Konsument, ­
  auf  den  die  Steuer  schließlich  fällt,  muß  aber  nicht  etwa  nur  den
Betrag  derselben  zahlen,  sondern  auch  noch  einen  Gewinn  auf  diesen
Betrag  an  jeden,  der  letzteren  ausgelegt  hat,  denn  jeder  Händler  fordert
ebensowohl  einen  Gewinn  auf  das  für  die  Steuer  ausgelegte,  als  auf
das  für  die  waren  selbst  bezahlte  Kapital.  Manilazigarren  kosten,  wenn
Uran  sie  von  dem  Importeur  in  San  Franziska  kauft,  70  Dollar  das
Tausend,  der  Kostenpreis  der  Zigarren  im  Hafen  beträgt  ^  Dollar  und
der  Eingangszoll  56  Dollar.  Der  Händler  aber,  der  diese  Zigarren  zum
Wiederverkauf  ersteht,  niuß  einen  Gewinn  nicht  auf  dem  wirklichen
Postenpreise  derselben,  sondern  auf  70,  dem  Einstande  plus  Zoll,  berechnen. ­
  Auf  diese  weise  werden  alle,  die  Preise  erhöhenden  Steuern
von  Hand  zu  Hand  weitergeschoben  und  wachsen  unterwegs,  bis  sie
schließlich  auf  den  Konsumenten  sitzen  bleiben,  die  dadurch  viel  mehr
Zahlen,  als  die  Regierung  erhält.  Die  Art  und  weise  nun,  wie  die  Steuern
die  Preise  erhöhen,  besteht  in  der  Erhöhung  der  Produktionskosten  und
m  der  Hemmung  des  Angebots.  Aber  der  Boden  ist  kein  Ding  der
'chenschlichtzn  Produktion,  und  die  Steuern  auf  die  Rente  können  die
Zufuhr  nicht  hemmen.  Obwohl  daher  eine  Steuer  auf  die  Rente  die
Grundbesitzer  zwingt,  mehr  zu  bezahlen,  verleiht  dies  ihnen  doch  keine
George,  Fortschritt  und  Armut.  20
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.