Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

W. Spindler, Berlin-Spindlersfeld. 329* 
1911 wurden 2161 Brause-, 11699 Wannen- und 2226 Dampfbäder verabreicht. 
FLUSSBADEANSTALTEN. Zwei Flußbadeanstalten stehen für Männer und Frauen 
zur unentgeltlichen Benutzung; der Schwimmklub „Neptun“, Spindlersfeld hält seine 
Übungen und Schwimmfeste dort ab und bildet alljährlich viele junge Leute zu tüchtigen 
Schwimmern aus. 
KINDERGARTEN. In demselben beschäftigen zwei geprüfte Kindergärtnerinnen 
wöchentlich von 9—12 Uhr vormittags und, außer Mittwoch und Sonnabend, von 2—4 Uhr 
nachmittags etwa 80 3—6 jährige Kinder von in Spindlersfeld tätigen Personen, im Winter 
in 2 Sälen, im Sommer im großen Gartenzelt bzw. dem daran schließenden Garten. Für jedes 
Kind werden monatlich 50 Pf. Beitrag erhoben. 
Erholungshaus in Spindlersfeld. 
RESERVE- UND LANDWEHRÜBUNGEN. Zu denselben wird den eingezogenen ver 
heirateten Arbeitern als Unterstützung die Differenz zwischen dem halben Wochenlohn 
und der staatlichen Unterstützung gezahlt. 
SPARKASSEN. In den Sparkassen für Arbeiter und Beamte werden die Einlagen 
bis zu einer Summe von 1500 M. mit 5 %, höhere Einlagen mit 4 % verzinst; die Einrichtung 
hat besonders den guten Erfolg gehabt, daß Lohnvorschüsse nicht oder sehr selten erbeten, 
und die Beträge für die größeren Ausgaben, Mieten, Feuerung, und Weihnachten usw. 
angelegt und bereit gehalten werden. 
Die Sparkasse A für Arbeiter besteht seit 1872, B für Beamte seit 1874, von da bis 
Ende 1911 wurden 
Sparbeträge eingezahlt 6 221 891 M. 
Darauf Zinsen vergütet 887 733 ,, 
Davon wieder abgehoben 6 530 507 ,, 
Guthaben Ende 1911 579 117 ,, 
außerdem 
4% Guthaben Ende 19 n 
434 062 M.
	        
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