Full text: Wirtschaft als Leben

Ausblicke, II. 
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immerhin andeuten. Freilich wird es immer viel schöner klingen, von 
„Milieu“ und „Umwelt“ zu sprechen, als trocken von der Determination, 
dem in sich bedungenen Ganzen des seitlich Bedingenden. Allein, wie 
jene Worte auch erst den Anfang machen, und Alles an der sachlichen 
Erläuterung hängt, so stehen auch diese vereinzelten Phasen eines ein 
heitlichen Gedankenganges, dem sie herausgegriffen sind, gleichsam 
erst am Anfangel Kurz und gut, die Auffassung selber ist gar nicht 
so hölzern. Nur komme ich bei solcher Kürze nirgends über das Ge 
rippe hinaus; und das ist als solches spröde, oder es wäre keines. 
Auf zwei Verwicklungen sei kurz hingewiesen. Die Umformung, 
die uns das oberpersönliche Handeln einbringt, kann auch diesem 
Geschehen wieder Form verleihen; und auch mehrmals hintereinander. 
Unser gestaltendes Denken beginnt sein Werk dann von immer höheren 
Horizonten. Auch danach sondern sich die Zuständlichen Gebilde. 
Heißt es z. B. „Schulzens“, dann ist unmittelbar das erlebte Geschehen 
umgeformt; ganz anders, wenn es wieder heißt „Deutsches Reich“. 
Es kommt da zu einem eigentümlichen Übereinander des Ge 
schehens. Viel Zusammenhang geht natürlich auch unvermittelt durch 
die Stockwerke hindurch. 
Dann vergesse man nicht, daß jene in sich ruhenden Einheiten 
des Handelns nicht Geschehen von Geschehen sondern; so halten es 
nur die ursprünglichsten, wie sie am Ich ruhen. Jene Einheiten aber 
empfangen ja einzig aus den Zusammenhängen ihre innere Be- 
dingnis. Sie können daher vor unserem gestaltenden Denken, und in 
beliebiger Verwicklung, ineinander stecken, gleich den Zellen im 
Organismus. Es wirbeln oft, mit dem Blick auf das Erlebte gesprochen, 
zu einer solchen strömenden Einheit der schlichteren Einheiten viele, 
und von vielfacher Art, und in vielfacher Weise zusammen. Und es 
»st mehr oder minder das nämliche Geschehen, das sie zum Wallen 
gebracht haben, es zugleich dahin, dorthin wendend, im Auf und Ab 
der Lebensfluten! Der Strom folgt natürlich nicht den Gesetzen des 
«tropfbar Flüssigen“. Das Gleichnis hinkt also, aber der Gedanke nicht 
m it ihm. 
II. 
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Das oberpersönliche Handeln mu ermög li c hen, die sachlich 
schärferen Zug jener letzten Abrun J^ zu Sch ritt ist es fühlbarer 
hier die wichtigste ist. Aber von ben , habe, der 
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