Ausblicke, I.
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der Personen geltend, die schattenhaft hinter dem nachdrangenden
Handeln stehen. Man könnte sagen, es ist die Oberperson auch in dem
Maße Individualität, als es ihrerseits die Unterperson ist, und eben
im Sinne jener Einklänge; in der Einheit „Französische Politik’ spiegelt
sich deutlich „der Franzose“.
Warum unser Geist auch hier keine Willkür verbricht, sondern es
dem Erleben selber ablauscht, wie er mit dem Erlebten glatter fertig
wird, das läßt sich in Kürze nicht erläutern. Die frühere Erläuterung
des gleichen Sinnes war auch nur eine Gewalttat der Kürzung; beim
Zuständlichen Gebilde wohl, aber noch um ein Stockwerk hoher ist
es nicht möglich. Dem Äußeren nach habe ich den Eingriff unseres
Denkens ja angedeutet. Man kann hier nicht gut sagen, daß unser
Denken einem „roten Faden“ folge. Denn auch in seiner Umformung
ist das Geschehen ein stetig fließendes; es fällt nicht in Zustän a ®
einander, die nun erst zu heften wären. Eher trifft das Bild zu, da
unser Denken der Stromlinie in jenen strömenden Einheiten au
der Spur bleibt. Aber richtig zu begreifen ist der Hergang dieser
Umformung, wie auch die Befugnis zu ihr, nur aus dem Gliederbau,
aus der „Struktur“ des Zuständlichen Gebildes, die ich vollständig
übergehen mußte. _
In diesen Richtungen bleibt ganz besonders viel zu tun, weil hier
das juristische Denken so außerordentlich viel vorgearbeitet hat.
Staats-, Verfassungs-, Verwaltungs-, Genossenschaftsrecht, das bezieht
sich mittelbar Alles auf diese denkende Umformung des oberpersönlichen
Handelns. Die Oberperson verhält sich zur „moralischen“,
„juristischen Person“ genau so, wie das „aktionswissenschaftliche“
Denken zum juristischen. Neben der Fülle dieser Vorarbeit, die ebenso
hoch zu bewerten, wie vorsichtig zu gebrauchen wäre, liegen die
Schwierigkeiten des Stoffes selber auf der Hand. Die bloßen Worte
„innere“ und „äußere Politik“ erinnern daran, daß hier die Gliederung
irgendwie ä double ressort vorhanden sein muß. Es läßt sich auch
sofort absehen, daß beide Male so etwas wie Hebelarme der Macht
sich ausgestalten müssen. Man denkt unwillkürlich an die „Französische
Verwaltung“, jenes kunstvolle Hebelwerk, das sich, aus guten Anfängen,
em Großmeister der Tat zurechtgefügt hat; an welchem Hebelwerk
dann die bunteste Reihe geschaltet hat, und heute noch schaltet, mit
dem stehenden Erfolge, daß sich der französische Alltag wie aus einem
archimedischen Punkt heraus bewegen läßt. Und so gehen die Hebelarme
auch „hinaus“, als die gigantischen Brecheisen der Völkerschicksale.
Für die Arbeit an ihnen, da bedeutet es schon etwas, ob der
„rechte Mann am rechten Platze“ steht; mit anderen Worten, durch