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Arbeiterkasino.
Gebrüder Sulzer, Maschinenfabrik,
Ludwigshafen a. Rh.
ARBEITERKASINO. Im Jahre 1907 hat die Firma ein Arbeiterkasino errichtet, um
namentlich ihren auswärts wohnenden Arbeitern einen geeigneten Aufenthaltsort während
der Arbeitspausen und zum Einnehmen der Mahlzeiten, die dort zu bescheidenen Preisen
erhältlich sind, zu beschaffen. Das Kasino enthält eine Veranda und einen großen Speise
saal, kleinere Säle zur Abhaltung von Versammlungen und für die Unterrichtsstunden
der Werkschule, eine reichhaltige Bibliothek und eine Badeanstalt, in der Wannen- und
Brausebäder gegen eine mäßige Gebühr an die Arbeiter verabreicht werden.
ALTERSFÜRSORGE. Sie hat sich weiter damit beschäftigt, ihren Werkangehörigen,
ohne nach irgend einer Richtung hin einen Zwang auf sie auszuüben, eine besondere Für
sorge für das Alter und für ihre Familie zu erleichtern, indem sie seit 1897 den Abschluß
günstiger Lebensversicherungen mit einer großen Deutschen Versicherungsgesellschaft ver
mittelt. Die Firma zahlt die Prämie im voraus ein und zieht sie den Versicherten im Lauf
des Jahres in kleinen Beträgen am Gehalt oder Lohn ab. Zu den Prämien leistet sie einen
mit der zurückgelegten Dienstzeit steigenden Zuschuß: nach 5 Dienstjahren ein Drittel,
nach 10 Dienstjahren die Hälfte, nach 15 Dienstjahren zwei Drittel der Prämie. Diejenigen
Beamten, welche der reichsgesetzlichen Unfallversicherung nicht unterliegen, sind seitens
der Firma bei einer leistungsfähigen Versicherungsgesellschaft mit dem 5 fachen Betrag
ihres Jahresgehalts gegen die Folgen von Unfällen versichert.
UNTERSTÜTZUNGSFONDS. Seit 1892 besteht gemeinsam für das Ludwigshafener
Werk und das Stammhaus der Firma in Winterthur ein für die Altersversorgung bestimmter