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Warenhaus Hermann Tietz, Berlin.
Frühstücksraum.
Aufwasch- und Kühlräume, sowie die beiden großen Büfetts. Der Fußboden der Kantine
ist mit weißen Fliesen ausgelegt und die Wände sind mit weißen Kacheln bekleidet, so daß
die Kantine einen ungemein freundlichen und sauberen Eindruck hervorruft. Die im Raume
stehenden Pfeiler bewirken eine angenehme Unterbrechung der langgestreckten Räume.
In der Hochsaison vor Weihnachten wird den meisten Angestellten als Entschädigung für
die durch das Weihnachtsgeschäft verursachte Mehrarbeit unentgeltlich ein Mittagessen, be
stehend aus Suppe, Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und einer
Nachspeise, sowie ein Getränk und zwar entweder Wein,
Bier oder Selterwasser verabfolgt. Außerdem erhalten
die Angestellten noch unentgeltlich Kaffee und Kuchen.
DUSCHENRAUM. Abbildung 3 veranschaulicht
den in dem Erweiterungsbau am Dönhoffplatz neu ein
gerichteten Duschenraum. Dieser gewährt den im
Hause angestellten Maschinisten und Heizern die Mög
lichkeit, sich nach getaner Arbeit von dem bei derselben
unvermeidlichen Schmutze zu säubern.
URLAUB. Die Firma gewährt auch allen Ange
stellten, die bis zum 1. Oktober eingetreten sind, im
nächsten Sommer einen Urlaub unter Fortbezug des
Gehaltes. Die Urlaubsdauer steigert sich mit jedem
Jahre, welches der Angestellte bei der Firma tätig ist.
Besonders Erholungsbedürftige erhalten hierüber hinaus
einen weiteren Urlaub, auch wird ihnen erforderlichen
falls noch eine Geldunterstützung gewährt.
UNFALLSTATION. Trotz aller Vorbeugungsmaß
regeln sind aber Unfälle und Krankheiten unvermeid
lich und die Firma hat daher auch für diese Fälle
Duschenraum.