Uehrkehvswege
1. AUgemernes.
Alpen und Jura umrahmen die Schweiz als mäch- Einfluß *>»-
tige Grenzmauern. An ihnen staut sich der Verkehr. Sie Gebirge
scheinen unserem Land eine strenge Abgeschlossenheit von
den Nachbarländern im Norden und Süden aufzulegen.
Dagegen leitet die Mulde zwischen den beiden Gebirgen,
das Mittelland, die Verkehrswege wie in einem breiten
Kanal in west-östlicher Richtung. Das Mittelland wird
so zum natürlichen Durchgang zwischen dem französischen
Rhonegebiet und den Ländern an der obern Donau.
Zwischen Nord- und Südenropa besteht infolge des
klimatischen Gegensatzes ein viel größerer Unterschied in
den Landeserzeugnissen, als zwischen den Ländern, die
westlich und östlich der Schweiz liegen. Das führt zu
einem besonders lebhaften Güteraustausch in der Nord-Rordsüd-Verteh
südrichtung, quer zu den Bergketten des Jura und der
Alpen, die somit gerade dem Hauptverkehr ein Hindernis
in den Weg legen.
Im allgemeinen passen sich die Wege den Tallinien
an, die ihnen den Vorteil der geringsten Steigung ge
währen. Der Kleinverkehr stockt an einem Hindernis oder
sucht es zu umgehen. Der durchgehende große Verkehr
dagegen überwindet mit den reichen Mitteln der Technik
die Gebirgsschranken und bahnt sich den kürzesten und
bequemsten Weg. Von jeher führten zahlreiche Pässe über Pässe und
Alpen und Jura hinweg^ viele davon sind im letzten Straßen
Jahrhundert zu breiten Straßen umgebaut worden; vor