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Wirtschaft zelne Gemeinden besitzen Kulturland in allen Höhenlagen,
von der Sohle des Rhonetales an bis zum Gebirgskamm
hinauf. So wird der Walliser Winzer, Getreidebauer
und Senne in einer Person. Die Vereinigung so ver
schiedener Zweige des Bodenbaues setzt die Bevölkerung
in stand, für die eigenen Bedürfnisse selbst aufzukommen,
wie denn auch in den konservativen Landschaften des Goms
und der Seitentäler die Anfertigung der Geräte, der
Kleider, ja sogar der Bau der einfachen Häuser noch
vielfach den Familiengliedern selbst obliegt. Die Ab
geschlossenheit der einzelnen Talschaften nötigte die Be
wohner frühzeitig, sich auf eigene Füße zu stellen und
jede Abhängigkeit von der Außenwelt zu vermeiden.
Dieser Zug beherrscht die Geschichte des ganzen Landes,
das, auch als zugewandter Ort der Eidgenossenschaft,
stets sorgfältig bemüht war, seine staatliche Sonderstellung
zu wahren. Bei der Abgeschlossenheit des Landes und
dem geringen Verkehr über die Bergpässe hinweg hielt
sich die Bevölkerung des Wallis mehr als irgend ein
anderes Bergvolk der Schweiz von den neuzeitlichen
Kulturveränderungeu fern und bewahrte sich bis zur
Gegenwart in der Art des Erwerbs, in Sitte und
Tracht einen reichen Schatz ursprünglichen Volkslebens.
Seitdem der Fremdenverkehr die südlichen Wallisertäler
aufsucht und die Talbewohner selbst zum Hoteldienst
außer Landes gehen, meist in Saisonstellen nach Genf
oder an die Riviera, tritt eine Änderung in den patriar
chalischen Verhältnissen ein. Dies gilt um so mehr, als
das Rhonetal durch die Eröffnung des Simplontunnels
mitten in den Weltverkehr hineingerückt worden ist und
nun durch den Lötschbergtunnel auch noch einen direkten
Zugang von Norden her erhalten hat.
Sprache Alemannische Einwanderer haben vom 9. Jahr
hundert an das Oberwallis und den obersten Teil des
italienischen Tosatales besetzt. Hier herrscht die deutsche
Sprache. Das größere und volkreichere Unterwallis ge
hört, von Sierre (Siders) an abwärts, zum französischen