Full text: Die Schweiz

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Strohflechterei 
Metallindustrie 
Leinenweberei in der Ostschweiz weit verbreitet. Sie 
schulte die Arbeiter und Unternehmer für den technischen 
und kaufmännischen Betrieb der nachfolgenden Bamnwoll- 
fabrikation und Stickerei. Unter dem Übergewicht der 
beiden Großindustrien ist das Leinengewcrbe hier ver 
schwunden. 
Die Strohflechterei ist hauptsächlich im aar 
gauischen Freimut zu Hause; sie wird auch in den 
Kantonen Freiburg und Luzern, in geringem Maß im 
Tessin betrieben. Sie verarbeitet außer dem einheimischen 
Weizen- und Roggenstroh auch Roßhaar und ostasiatisches 
Flechtmaterial und erzeugt Strohbordüren, Strohstickereien 
aus Roßhaaruntcrlage und Hüte. Die Ausfuhr macht 
einen Betrag von 16 Mill. Fr. aus (1912) und geht 
zum größten Teil nach England. Die Strohflechlerei 
war früher nur Hausindustrie; seitdem mit Webstühlen 
komplizierte Artikel angefertigt werden, ist sie größtenteils 
in die Fabriken übergegangen. Als Hausarbeit ist sie 
nieist Nebenverdienst zur Landwirtschaft und wird vor 
zugsweise im Winter ausgeübt. 
Im Anschluß an den Maschinenbau müssen die 
Herstellung des Roheisens im einzigen Hochofen der 
Schweiz, Choindez (Berner Jura), und die Gieße 
reien der v. Rollschen Eisenwerke erwähnt werden. 
Unter den Werkzeugfabriken ist die von Örlikon 
am bekanntesten geworden. Die Alüminiumfabriken von 
Neuhausen, Chippis und Orsieres (beide im Wallis) 
fabrizieren Aluminium in so großer Menge, daß sie 
nur von der Produktion der Bereinigten Staaten und 
Frankreichs übertroffen wird. Verschiedene Städte des 
Mittellandes bringen die Erzeugnisse der Feinmechanik, 
die Präzisionsinstrumente, auf den Markt, so Zürich, 
Aarau, Bern, Neuenburg und Genf; ihnen schließen sich 
Basel und Schaffhausen an. In der Westschweiz geht 
die Präzisionsmechanik mit der Uhrenindustrie zusammen, 
und ebenso kann die Genfer Bijouterie als wichtiger 
Zweig der Uhrenmacherei gelten. Inmitten des großen
	        
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