Full text: Weltporto-Reform

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B. Ausfallberechnungen für 50 Länder des Weltpostvereins. 
50 Tabellen mit Ausfallberechnungen (S. 172—196): 
Es hat bisher an einem klaren Bilde über die finanziellen 
Wirkungen des Weltpennyportos für die Länder des Weltpost 
vereins noch gefehlt. Ich habe daher versucht, diesem Mangel 
abzuhelfen. Die neuste Berner Statistik für 1907, die all 
gemeine wie die besondere, hat mir die nötigen Unterlagen da 
für geliefert. Für Deutschland ist die Reichspoststatistik mit 
herangezogen worden. 
Etwa 40 Länder, meist Kolonialgebiete, deren geringer 
Verkehr in Briefen nach dem Auslande zusammen nur etwa 
5 Millionen ausmacht, habe ich unberücksichtigt gelassen, wie 
schon einmal erwähnt wurde (S. 162, 195). 
Meine Zahlen berücksichtigen in der Regel nur die 
frankierten Briefe, was mir die Arbeit erleichterte. Die 
Zahl der unfrankierten Briefe ist bei den meisten Ländern ganz 
gering, meist nur 1 °/o oder weniger, selten wesentlich mehr, wie 
bei Österreich-Ungarn, Russland, Italien und Nordamerika. Doch 
durfte ich sie ausser acht lassen, weil die Briefzahl meist 
zu hoch, oft sogar viel zu hoch angegeben wird, wie 
man an der Zahl der verkauften Marken nachprüfen kann. Und 
bei Deutschland und vielen Nachbarländern besteht ausserdem 
ein verbilligter Grenz-Briefverkehr, der eigentlich auch 
noch abzurechnen wäre, wenn man das neu einzuführende Welt 
pennyporto ins Auge fasst. Ich nehme auch bei den Ausfall 
rechnungen nur einfache Briefe an, was im grossen und ganzen 
auch zutrifft, da das Durchschnittsgewicht deutscher Ausländs 
briefe nur 13'/2 g (statt 20 g) ausmacht und die schwereren 
Briefe im Gesamtverkehr sehr gering sind. Viele andere Länder 
haben ja noch das alte Briefgewicht von 15 g beibehalten, und 
das Durchschnittsgewicht eines Ausländsbriefs war dement 
sprechend früher nur 10 g.
	        
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