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Versuch gemacht worden, ihn zu erfüllen; doch hat er nur teil
weise Anklang gefunden und scheint unter den heutigen Ver
hältnissen nicht weiter entwicklungsfähig. Der 1803 geschaffene
französische Franken (81 Pf.), der ja im Weltpostverein und
internationalen Telegraphenverein die Stelle eines Normalwertes
einnimmt, ist zwar auf Grundlage des metrischen Mass- und
Gewichtssystems entstanden, aber als Silberwert, nicht als
Goldwert.
Ein Gramm ist das Gewicht von einem Kubikzentimeter
destillierten AVassers bei 4° Celsius. Der Franken stellt nun
5 Gramm Silber von 9 %oo Feinheit dar. Man prägte aber
auch Goldstücke zu 20 und 40 Franken (von 90 /ioo Feinheit) und
legte ein Wertverhältnis von 1 : lö 1 ^ zwischen Gold und Silber
fest 6 * * * * * * 13 ). Aber dieses Verhältnis hat sich völlig verschoben. 190g
ging es bis auf 1 :39,2 hinauf, sank dann 1904 wieder auf
1:35,75 und 1907 auf 1:30,54. Dazu sind nun seitdem alle
Kulturländer zur Goldwährung übergegangen; bloss noch in
Zentral- und Südamerika sowie in Siam, Malacca und China
spielt das Silber die Hauptrolle.
Der heutige Franken (Gold) = 0,32258 g Gold von 9 /io
6 ) 20 Franken haben ein Rauhgewicht von 6,45161 g und ein Fein
gewicht von 5,806 g. Im Altertum schwankte das Verhältnis zwischen
Gold und Silber z. B. unter Darius zwischen 1 : 8 und 1 : 10; 1000 Jahre
später zwischen 1 ; 10 und 1 :12, weitere 1000 Jahre später zwischen 1 : 14
und 1 : 15.
Zur lateinischen Münzunion gehören Frankreich, Italien»
Belgien, Griechenland und die Schweiz, doch ist die Franken
münze auch in Finnland, Rumänien, Serbien, Bulgarien, Luxem
burg, Spanien, Tunis und Venezuela eingeführt, also insgesamt in
13 Ländern. Auch der persische Neukran Gold sollte einem Franken gleioh-
kommen, wurde aber minderwertig ausgeprägt (10 Neukran = 1 Toman
= 10 Franken).
Von besonderem Interesse ist die Erinnerung, dass auch der franzö
sische Franken von 1803, der 5 g wiegt und bei 9 / 10 Feingehalt 4,5 g reines
Silber enthält, sich an ältere und älteste Münzsysteme anschloss, die bis
auf die altgriechischen Goldmünzen in Phokis zurückführen. Der phokäische
Goldstater wog 16,5 g und war etwa 46 M wert. Ungefähr sein halber
Wert war der Dareikos (8,4 g, 23^2 AI)» die gangbarere Münze.
Cäsar prägte später in Anlehnung daran den Aureus von 8,2 g fein
Gold (23 M); 1 Aureus = 25 damalige Denare. 1 Denar hatte 4,56 g