Full text : Weltporto-Reform

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Sendungsbedingungen  werden  von  der  Postverwaltung  des
Landes,  dem  die  Schiffe  gehören,  nach  ihren  inländischen  Verordnungen ­
  bestimmt.“  Briefsendungen  von  oder  zu  Kriegsgefangenen ­
  sind  im  Aufgabe-  und  Bestimmungsland  sowie  in
den  Zwischenländern  überhaupt  gebührenfrei  (Art.  11,4).
Das  Nbrmalporto  des  "Weltpostvereins  ist  nun  in  der
Frankenwährung  festgesetzt  (Art.  5)  und  beträgt  bei  frankierten
Briefen  25  Centimes  für  die  ersten  20  g  und  15  Centimes  für
je  weitere  20  g,  bei  unfrankierten  das  Doppelte.  Für  einfache
Postkarten  sind  es  10  Centimes,  (8,1  Pf.),  für  Drucksachen  usw.
5  Centimes  (4,05  Pf.)  für  je  50  g.
Für  besonders  weite  Seestrecken  mit  hohem  Transitporto
ist  (Art.  5,2)  ein  Zuschlagporto  von  25  Centimes  bei  Briefen,
von  5  Centimes  bei  Karten  und  5  Centimes  für  je  50  g  anderer
Sendungen  zulässig.  Glücklicherweise  machen  im  wesentlichen
nur  noch  die  Staaten  Südamerikas  (außer  Chile)  und  einige
andere  von  solchen  Zuschlägen  Gebrauch.
Jede  Postverwaltung  behält  bekanntlich  unverkürzt  die
erhobenen  Portogebühren  und  braucht  darüber  mit  anderen
Vereinsverwaltungen  nicht  abzurechnen  (Art.  12).
Für  den  Durchzug  von  Briefen  durch  Zwischenländer
zahlen  (Art.  4)  nicht  die  Briefabsender,  wohl  aber  die  Verwaltungen ­
  einander  Landtransitgebühren  von  1,50  Fr.  (1,20  M)  für
jedes  Kilogramm  Briefe  und  Karten  und  20  Centimes  für  andere
Sendungen;  bei  Landstrecken  über  3000  km  sind  die  Sätze
doppelt  so  hoch,  bei  über  6000  —9000  km  dreifach,  bei  mehr
als  9000  km  vierfach.  Der  erstgenannte  Landtransitsatz  gilt
auch  für  Seetransit  bis  zu  300  Seemeilen;  4  Fr.  bezw.  50  Centimes ­
  zahlt  man  bei  mehr  als  300  Seemeilen  in  Europa,  im
Mittelmeer  und  im  Verkehr  mit  Nordamerika  oder  zwischen
zwei  Hafenplätzen  bis  zu  1500  Seemeilen.  Für  andere  und
weitere  Strecken  sind  es  8  Fr.  für  Briefe  und  Karten  und  1  Fr.
für  andere  Sendungen.  Man  kann  auf  1  kg  durchschnittlich
100  Briefe  rechnen,  neuerdings  (nach  der  Briefgewichtserhöhung)
etwas  weniger  (vielleicht  80—90).
Tatsächlich  werden  aber  von  den  meisten  Ländern,  da  sich
Leistung  und  Gegenleistung  oft  ausgleicht  und  Guthaben  von
            
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