Full text : Weltporto-Reform

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Vereinsporto:  der  innere  Tarif.
Briefe  bis  20  g  (15  g  Dänemark)  10  Oere  (11,25  Pfg.);  bis  125  g  20  Oere;
bis  250  g  30  Oere.  (Schwerere  Briefe  nach  der  Weltposttaxe.)  Post,
karten  ’5  Oere  (5,62  Pf.).  Drucksachen  usw.  zum  Weltposttarif  (5  Oere
je  50  g).
Weltposfvereinsporto:
Briefe:  20  g  20  Oere,  weitere  20  g  je  10  Oere;  Postkarten:  10  Oere  usw.

11.  Der  Nordamerikanische  Postverein.
(Seit  1875  und  1885) 9  *  *  *  *  *  15 )

Mitglieder:  qkm:
Die  Vereinigten  Staaten  von  Nordamerika  (nebst
den  Kolonien:  Puerto  Pico,  den  Philippinen,
Marianen,  Samoa  usw.)  9  727  036
Canada  9  897  571
Mexico  1  987  201
Republik  Cuba  118  833
Republik  Panama  87  480

Gesamtgebiet:  21818  121

Mill.  Einw.:

91,8
6
13,6
1,95
0,34
113,69

9 )  Der  südamerikanische  Postverein.
Man  kann  in  gewissem  Sinne  auch  von  einem  südamerikanischen  Postverein
reden.  Allerdings  nur  cum  grano  salis.
Mit  Ausnahme  Chiles  stimmen  die  südamerikanischen  Republiken  nämlich  darin
überein,  dass  sie  zum  Weltporto  noch  einen  besonderen  Seeportozuschlag  erheben,
der  allerdings  verschieden  hoch  ist  und  nicht  immer  alle  Arten  von  Sendungen  trifft.
Im  Nachbarverkehr  unter  einander  fällt  dieser  Zuschlag  meist  weg;  da  gilt  also
das  niedrigere  Porto  des  Weltpostvereins.
Dieser  Portozuschlag  für  besonders  weite  Seestrecken  darf  nach  Artikel  5,  §  2
des  Weltpostvertrags  höchstens  betragen:  für  Briefe  (einfach)  25  Centimes,  für  Postkarten ­
  5  0bntim.es  und  für  andere  Sendungen  (je  50  g)  6  Centimes.
Aus  Argentinien  z.  B.  zahlt  man  für  Briefe  (15  g)  nach  Brasilien,  Chile?
Uruguay,  Paraguay  und  Bolivien  12  Centavos,  nach  andern  Ländern  aber
15  Centavos.  (1  argentin.  Centavo  =  1 /i 00  Peso  =  in  Gold  nominell  0,405  Pf.;  nach  der
faktischen  Papierwährung  aber  nur  0,178  Pf.)
Ausserdem  haben  einige  südamerikanische  Staaten  noch  besondere  Vereinbarungen ­
  getroffen.
In  Peru  werden  periodische  Presserzeugnisse  des  Inlands  portofrei
auch  nach  Bolivien  befördert;  ebenso  (aus  Peru)  Korrespondenzen  an  die  Behörden
von  Argentinien,  Bolivien,  Brasilien  und  Ecuador.
Bolivien  befördert  portofrei  Korrespondenzen  an  die  Behörden  Perus  und
Presserzeugnisse  nach  Peru,  Chile,  Ecuador.
Aus  Argentinien  gehen  Briefschaften  an  die  Behörden  Perus  ebenfalls  unentgeltlich. ­

Beiläufig  sei  hierbei  bemerkt,  dass  in  Columbien,  Chile,  Bolivien  und
Paraguay  Zeitungen  überhaupt  portofrei  befördert  werden.
Auch  in  Costa  Rica,  Guatemala,  Honduras,  Salvador  ist  das  der  Fall.
Nur  Zeitungen  im  Ortsverkehr  werden  in  der  Regel  nicht  unentgeltlich  expediert.
Das  oben  erwähnte  Zu  Schlags  porto  wird  auch  in  Zentralamerika  und
manchen  andern  Ländern  für  Ausländsbriefe  über  weite  Seestrecken  erhoben.
            
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