Full text : Weltporto-Reform

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Die 1  Vereinigten  Staaten  und  Canada  stehen  schon  seit  dem  1.  Februar
1875  in  einem  Postvereinsverhältnis  auf  Grundlage  des  Inlandsportos 10  *  *  *  *  *  *  17 );
Mexico  und  die  Union  etwa  seit  1885 11 ).
Geldsorten.  In  Canada,  den  Vereinigten  Staaten  und  Panama  Gold-Dollar
zu  100  Cent;  1  Dollar  (Gold)  =  4  M  19,8  Pf.;  1  Cent  =  4,198  Pf.
1  mexican.  Dollar  (zu  100  Centavos)  seit  1901/05  gesetzlich  =  2  M  10  Pf.
Gold;  also  1  Centavo  =  2,1  Pf.  In.Cuba  Pesos  (Dollars)  von  etwa
2Va  M  Wert.
Vereinsporto  (den  internen  Tarifen  entsprechend;  geringe  Abweichungen):
Union  und  Canada.  Briefe:  jede  Unze  (28,34  g)  2  Cents  (8,4  Pf.);  Postkarten: ­
  1  Cent  (4,2  Pf.);  Zeitungen  (an  regelmässige  Bezieher);  1  Cent
pro  Pfund  (453  g),  sonst  1  Cent  für  je  4  Unzen  (113  g);  andere
Drucksachen:  1  Cent  für  je  2  Unzen.
Mexico  (nach  der  Union,  Cuba,  Canada).  Briefe:  je  15  g  5  Centavos  (10,5  Pf.);
Postkarten:  2  Centavos  (4,2  Pf.);  Drucksachen  und  Warenproben:  je  100  g
1  Centavo  (2,1  Pf.);  Zeitungen:  je  500  g  2  Centavos.
Weltposlvereinsporto:
Union  und  Canada.  Briefe:  die  erste  Unze  5  Cents,  weitere  Unzen  je
3  Cents;  Postkarten:  2  Cents;  Drucksachen  usw.:  je  2  Unzen  1  Cent.
Mexico.  Briefe:  20  g  10  Centavos  (21  Pf.),  auch  weitere  20  g  je  10  Centavos.
Postkarten:  4  Centavos  (8,4  Pf;);  Drucksachen:  50  g  je  2  Centavos  (4,2  Pf.).

12.  Der  britische  Antillenpostverein.
Mitglieder:  Die  britischen  kleinen  Antillen  (Leewards-Inseln  oder  Inseln
über  dem  Winde):  Antigoa,  Dominica,  St.  Christoph,  Montserrat,  Nevis,
Virgin  Islands.  Gesamtgebiet:  etwa  1798  qkm  mit  0,132  Million.  Einw.
Vereinsporto:
Briefe:  1  Penny  (SV-^Pf.)  für  ! /a  Unze  und  Va  Penny  (4 1 /,!  Pf.)  für  jede  weitere
halbe  Unze  (statt  1  Penny  für  jede  weitere  V2  Unze,  wie  das  sonst
nach  England  und  den  britischen  Kolonien  der  Fall  ist).
Vielleicht  ist  neuerdings  das  Briefgewicht  auch  schon  erhöht.  Ich  weiss
es  nicht.

10 )  Vgl.  Archiv  für  Post  und  Telegraphie  (Berlin)  1870.  S.  61.  Damals  war  das
interne  Briefporto  noch  3  Cents  für  1 / 2  Unze.  Auch  für  andere  Sendungen  (Karten,
Drucksachen,  Warenproben)  galt  schon  der  innere  Tarif.
n )  Vgl.  Union  postale,  1885,  S.  36.  Im  Archiv  für  Post  und  Telegraphie  1887,
S.  556  f.  ist  ferner  eine  Uebereinkunft  der  Union  mit  Mexico  vom  31.  Juni  1887  erwähnt,
■wonach  diese  Länder  sich  für  geschlossene  Briefpackete  freien  und  unentgeltlichen
Transit  im  Verkehr  miteinander  und  mit  fremden  Staaten  zu  Lande  und  auf  den  subventionierten ­
  Seepostlinien  gewährleisten,  auch  für  den  Transit  aus  fremden  Gebieten.
Vgl.  auch  Archiv  für  Post  und  Telegraphie  1906,  187  f.,  (Briefportoentwicklung).  -  -  Cuba
hat  eine  selbständige  Postvelnvaltung  (vgl.  Union  postale,  1901,  S.  185  und  183—185).

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