Full text : Weltporto-Reform

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Neben  diesen  grossen  Gebieten  gibt  es  natürlich  auch  viele
kleinere,  aber  die  grossen  überwiegen  bereits.
Werfen  wir  nun  einen  Blick  auf  diese  Kolonialreichspostvereine ­
  und  ihr  Porto:

I.  Der  dänische  Kolonialreichs'Postverein.
Mitglieder:  qkm;  Mül.  Einw.:
Dänemark  38  985  2,59
Die  Färöer  1  399  0,016
Grönland  2  169  750  qkm,  davon  bewohnbar  und
gletscherfrei  88  100  0,012

Summa:  128  481  2,62
Gesamtgebiet  mit  ganz  Grönland:  2  210  134
Island  (104  785  qkm  mit  78  470  Einw.)  und  Dänisoh-Westindien
(359  qkm  mit  30  527  Einw.)  stehen  noch  ausserhalb  des  Postvereins,  obwohl
sie  wegen  der  drohenden  Entfremdung  vom  Mutterlande  erst  recht  dazu
gehören  müssten.

Vereinsporto,  dem  Inlandsporto  entsprechend:
Briefe:  10  Oere  (11,25  Pf.)  15  g,  20  Oere  125  g,  30  Oere  250  g  (schwerere
Briefe  15  Oere  für  je  20  g);  Postkarten-.  5  Oere  (5,62  Pf);  Geschäftspapiere-. ­
  mindestens  10  Oere  (100  g).
Weltporto:
Briefe:  20  Oere  (20  g),  weitere  20  g  je  10  Oere;  Korten:  10  Oere;  Drucksachen ­
  usw.:  5  Oere.
Schweden  und  Norwegen  bilden  mit  diesem  dänischen  Postverein
wiederum  einen  besonderen  skandinavischen  Postverein,  wie  bereits
erwähnt  (S.  255).

2.  Der  italienische  Kolonialreichs'Postverein.
Mitglieder:  qkm;  Mill.  Einw.:
Königreich  Italien  286  682  33,64
Erythräische  Kolonie  110  000  0,28
Somaligebiet  mit  Benadir  und  Hinterland  .  .  .  380  000  0,38
Gesamtgebiet:  776  682  34,30
Vereinsporto  (nur  für  Briefe),  dem  Inlandsporto  gleich 1 :)
Briefe:  15  Centesimi  =  12,15  Pf.  für  15  g  (in  Italien  und  Erythräa).
In  Benadir  entsprechend  lV 2  Anna  =  lV 2  Penny  (12,75  Pf.).
r )  In  Italien  wurde  das  inländische  Briefporto  erst  vom  1.  September  1905  ab
von  20  auf  15  Centesimi  herabgesetzt  (vgl.  „D.  Verk.-Ztg.“  1905,  S.  429).  Die  Grösse  von
Erythräa  wird  im  Gothaer  Hofkalender  (1909)  mit  180  000  qkm  angegeben,  in  Hübners
Tabellen  (1908)  mit  110000.
            
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