Full text: Weltporto-Reform

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Das Vereinsporto beträgt für jede halbe Unze 4 Cents (8 Pf.) oder 
— umgekehrt — 1 Penny (8 1 / a Pf.). So war es nach dem Stande vom 
Juli 1907. Ob das Briefgewicht auch für diese Beziehungen schon auf 
1 Unze erhöht ist, weiss ich nicht gewiss. 
Hongkong (englische Kolonie) und die britischen Postanstalten 
in China haben im Verkehr mit dem übrigen China denselben Tarif 
(4 Cents = 8 Pf. für 1 / 2 Unze). 
Von Hongkong und dem britischen Postamt in Canton nach 
Macao (portugiesisch) gilt ein Tarif von nur 2 Cents (4 Pf.) für Va Unze, 
von den übrigen britischen Postanstalten Chinas nach Macao sind es 
5 Cents (10 Pf.) für 1 / 2 Unze. 
Das Weltporto dagegen beträgt 10 Cents (20 Pf.) für eine Unze und 
6 Cents (12 Pf.) für jede weitere Unze (englisch: 2*/a und l'/a Pence). 
Aber auch Zeitungen von den britischen Postanstalten Chinas 
und Hongkongs nach China, Macao, Korea 48 ), Japan (mit Formosa), 
Niederländisch und Britisch Indien, Ceylon, Timor und den 
Stralts Settlements, Siam, den Philippinen, Australien, Neu 
seeland und Canada gemessen ein ermässigtes Porto: 2 Cents (4 Pf.) 
für je 4 Unzen (113 g), statt 2 Unzen, wie der Weltportosatz ist. 
Somit steht also China in dieser Hinsicht gewissermassen auch in 
einem Postverein mit Korea 48 ), Siam, Niederländisch Indien und den 
amerikanischen Philippinen. Jedenfalls haben die Chinesen sowie 
die Europäer in China wiederum den Vorzug, auch für den Briefverkehr 
nach dem ganzen britischen Weltreich das billige Pennyporto statt des 
teuren Weltportos benutzen zu können und erfreuen sich teilweise auch 
eines billigen Zeitungsportos. 
c) Chinas Postverein mit Aegypten. 
Wie eben vorausgeschickt, erfreut sich China mit Hilfe der 12 britischen 
Postanstalten innerhalb seiner Grenzen auch des billigen Pennyportos für 
Briefe nach und von Aegypten. 
d) Chinas Postverein mit Frankreich und seinen Kolonien.» 
Auch Frankreich und seine Kolonie, Französisch Indo-China, unter 
halten schon seit einiger Zeit im chinesischen Reich 18 eigene Postanstalten 49 ), 
für deren Verkehr mit dem Mutterlande und allen französischen Kolonien 
das inländische Briefporto oder Kolonialporto gilt: 
Briefe 10 Centimes (8,1 Pf.) für je 15 Gramm; Geschäftspapiere zahlen wohl 
das Weltporto (5 Centimes je 50 g), aber als Minimum nur 10 statt 
25 Centimes. 
48 ) lieber Koreas Postwesen vergl. Union postale 1900, S. 79—81. Es 
ist am 1. Januar 1900 dem Weltpostverein beigetreten und später von Japan 
übernommen worden (8. 45). 
4!) ) Nach Sieblist, „Die Post im Auslande“, 3. Aufl. 1900, S. 47, gab es 
damals in China erst vier Postorte mit französischen Postämtern.
	        
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