Full text : Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Kohlenwagen  weiterschieben  usw.  Am  Mittwoch  und  Samstag
voriger  Woche  hat  er  einen  Blutsturz  bekommen.
Wir  bitten  doch  dringend,  dafür  zu  sorgen,  daß  zunächst
einmal  diese  beiden  Arbeiter  von  der  Zeche  frei  kommen  und  in
ihre  Heimat  zurücktransportiert  werden.  Ergebenst!  usw.
*  *  *
Das  Polizeipräsidium  antwortete:
Essen,  den  27.  September  1615.
Aus  das  Schreiben  vom  20.  d.  Mts.  betreffend  die  Russen  Zucker
und  Pzignoweck.
Die  Verhandlungen  über  die  Rückbeförderung  arbeitsunfähiger
angeworbener  Russen  schweben  noch  bei  den  Militär-  und  Zivilinstanzen.

Die  beiden  Genannten  werden  erforderlichenfalls  in  Schutzhaft
genommen  werden.
Im  Aufträge  (Unterschrift  unleserlich.)

Der  Staatssekretär  des  Innern.  Berlin  W.  8,  den  17.  Dez.  1915.
II  7585.  Wilhelmstr.  74.
An  den  Vorsitzenden  des  Verbandes  der  Bergarbeiter  Deutschlands,
Mitgl.  d.  R.  Herrn  H.  Sachse,  Hochwohlgeboren,  Berlin.
Aus  die  von  Euer  Höchwohlgeboren,  Herrn  Landtagsabgeordneten
Hue  und  anderen  Herren  im  Oktober  überreichten  und  mündlich  erörterten ­
  Beschwerden  über  die  Behandlung  der  aus  den  besetzten  Gebieten ­
  im  Bergbaureviere  eingeführten  Arbeiter  teile  ich  ergebenst  mit,
daß  die  Königlich  Preußischen  Minister  für  Handel  und  Gewerbe  und
des  Innern  auf  Grund  auch  von  anderer  Seite  erhobener  Vorstellungen ­
  Veranlassung  genommen  haben,  die  Beschwerden  allgemeiner
Natur,  soweit  sie  mit  dem  rheinisch-westfälischen  Bergbau  zusammenhängen, ­
  Anfang  November  1615  durch  Kommissare  an  Ort  und  Stelle
untersuchen  zu  lassen.  Diese  Verhandlungen  haben  zu  eingehenden
Ermittelungen  der  lokalen  Bergbehörden  geführt,  die  das  in  der  Anlage ­
  enthaltene  Ergebnis  gehabt  haben.
Nach  einem  Berichte  des  Königlichen  Oberbergamts  in  Dortmund
ist  die  Frage  der  Versicherungspflicht  der  angeworbenen  ausländischen
Arbeiter  für  den  Jndustriebezirk  Rheinland-Westfalen  im  Sinne  der
Bejahung  der  Versicherungspflicht  erledigt.  Daß  grundsätzliche  Abtveichungen
  in  anderen  größeren  Jndustriebezirken  vorwalten,  ist  bisher ­
  nicht  bekannt  geworden.
Ergänzend  zu  den  in  der  Anlage  enthaltenen  Ausführungen  wird
im  allgemeinen  noch  folgendes  bemerkt:
Im  rheinisch-westfälischen  Bergbau  wurden  Anfang  November
1616  rund  10  500  angeworbene  ausländische  Arbeiter  beschäftigt,  wäh-8

            
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