Full text: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Zahlungsfähigkeit ein. Die Leidtragenden sind die Pensions- 
kasfenmitglieder und ihre Angehörigen. 
Schon diese Ausführungen zeigen, daß eine Verein 
heitlichung des Knappschastswesens dringend 
n o t w e n d i g ist, wenn es seinen Zweck erfüllen soll. Aber auch 
die finanzielle Lage der Knappschafsvereine 
zwingt zu einer Verschmelzung. In vielen Vereinen ist die 
dauernde Erfüllbarkeit der Leistungen absolut nicht gewähr 
leistet. Wie es mit der Sicherstellung der bewilligten Pensionen 
aus Grund des Kapitaldeckungsverfahrens aussieht, lehren fol 
gende Angaben: Das Vermögen deckte die laufenden Pensionen 
I 
Ouinter Knappschaftsverein 
1908 
für Jahre 
2 
1913 
für Jahre 
1 
Mitgliederzahl 
derPensioilskassc 
I, Januar 1914 
530 
Kottcnheimer 
6 
3 
559 
Jbbenbürener „ 
6 
6 
1 104 
llnterharzer „ 
10 
6 
1238 
Niedermendiger „ 
8 
6 
247 
Halberger 
10 
7 
3 718 
Müsener „ 
10 
8 
842 
Thüringischer 
9 
8 
424 
Jlseder 
11 
9 
5 206 
Bei diesen Vereinen ist seit dem Jahre 1908 eine Verschlech- 
terung der Sicherheitsleistung eingetreten. Dringend notwendig 
wäre hier eine Sanierung und nur die Verschmelzung dieser 
Vereine mit leistungsfähigen kann sie vor gänzlichem Zusam 
menbruch bewahren. 
Nicht oder nur sehr wenig haben sich die Verhältnisse in 
nachfolgend ausgeführten Knappschaftsvereinen gebessert, lassen 
aber auch da noch viel zu wünschen übrig. Die laufenden Pen 
sionen waren durch Rücklagen gedeckt beim 
1908 1913 
für Jahre sürJahre 
Witglicderzahl 
dcrPensionskasse 
1. Januar 1914 
Wernigeroder Knappschaftsverein 0,9 
1,4 
354 
Briloner 
1 
2 
1000 
Lahn- 
3 
4 
8 361 
Saarbrücker 
3 
4 
49 535 
Tangerhüttcr 
„ 
4 
4 
1262 
Rüdersdorfer 
„ 
2 
5 
933 
Niederschlesischer 
3 
5 
30 391 
Nheinböller Hütte 
3 
5 
167 
Hostenbacher 
4 
5 
1047 
Wittgensteiner 
„ 
6 
6 
391
	        
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