Full text : Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Wäre  in  der  Woche  vom  2.  bis  9.  Juli  kein  Fett  zu  haben  gewesen, ­
  denn  es  sei  bekannt  gemacht  worden,  daß  die  Fettmarken
keine  Gültigkeit  mehr  hätten.  Auf  den  Werken  wären  wohl
Lebensmittelstellen  eingerichtet,  aber  sie  hätten  bloß  den  Namen
und  wären  die  Bergarbeiter  bald  nicht  mehr  in  der  Lage,  ihrem
schweren  Berufe  nachzugehen.
Indem  wir  Ew.  Exzellenz  vorstehendes  zur  gefl.  Nachprüfung ­
  unterbreiten,  dürfen  wir  Wohl  die  Hoffnung  aussprechen,
daß  auch  den  Bergleuten  im  Saargebiet  die  entsprechenden  Zulagen ­
  möglichst  bald  zur  Verfügung  gestellt  werden.
Hochachtungsvoll  ergebenst!
Ter  Vorstand  des  Verbandes  der  Bergarbeiter  Deutschlands.
Darauf  ging  am  26.  August  nachstehende  Antwort  ein:
Der  Präsident  d>  e  s  K  r  i  e  g  s-  e  r  n  ä  h  r  n  n  g  s  a  m.  t  e  s.
Berlin  W.  8,  Mohrenstratze  11/12,  26.  August  1916.
An  den  Vorstand  des  Verbandes  der  Bergarbeiter  Deutschlands.
Zur  Eingabe  vom  20.  Juli  1916.
Rach  einem  Berichte  des  Herrn  Regierungspräsidenten  in  Trier
sind  auch  die  Bergleute  der  Zeche  Camphausen  in  den  Genuß  der  Zusatznahrungsmittel ­
  gesetzt  worden.  Hiermit  ist  dem  Wunsche  der  Eingabe
vom  20.  Juli  1916  Rechnung  getragen  worden.
Im  Aufträge:  gez.  Fischer.

Eingabe  betreffend  deutsche  Kriegsgefangene
in  französischen  Gruben.
Bochum,  den  5.  August  1916.
An  das  Generalkommando  des  7.  Armeekorps,  Münster.
Wir  erlauben  uns,  dem  hohen  Generalkommando  Kenntnis
zu  geben  von  einem  Briefe  eines  Deutschen,  der  sich  in  französischer ­
  Gefangenschaft  befindet  und  über  viel  zu  lange  Arbeitszeit ­
  bei  großer  Hitze  in  der  Grube  klagt.  Hoffentlich  ist  es  der
deutschen  Militärverwaltung  doch  möglich,  auch  diesen  armen,
geplagten  Landsleuten  zu  helfen.
Der  Brief  hat  folgenden  Wortlaut:
St.  Etienne,  den  2.  7.  1916.
Meine  liebe  Frau  und  Kinder!
Am  Montag  traf  ich  hier  ein,  bin  jetzt  Bergmann.  Aber  solche
Verhältnisse  habe  ich  noch  nicht  gekannt.  Ohne  uns  etwas  bekannt  zu
            
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