Full text: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

227 — 
vor dem Kriege 
gegenwärtig 
l Pfund Fleisch 
0,70— 1,0< > 
Mk. 
2,00—4,20 
Mk. 
1 Pfund Wurst 
0,40—1,60 
2,00—4,20 
1 Pfund Speck 
0,80-1,10 
2,70—6,50 
1 Pfund Käse 
0,60—1,00 
2,40—4,50 
l Pfund Zucker 
0,lö—0,2o 
„ 
0,32—0,36 
I Pfund Butler 
0,80—1,60 
„ 
2,40—7,00 
I Pfund Schmalz 
0,60 - 1,00 
„ 
3,80-5,00 
1 Pfund Margarine 
0,60—0,90 
2,00—2,40 
1 Pfund Marmelade 
0,28 - 0,45 
1,20—2,40 
1 Pfund Sauerkraut 
0,OS—0,06 
0,14—0,16 
1 Pfund Zwiebeln 
0,08—0,13 
0,25—0,35 
1 Pfund Aepfel 
ü,lö—0,2ö 
„ 
0,60—1,20 
1 Pfund Fische 
0,20—0,30 
„ 
1,20—2,00 
1 Liter Oel 
0,80- 0,90 
8,00-12,00 
1 Liter Milch 
0,18—0,24 
„ 
0,28—0,38 
l Ei 
0,06—0,10 
,, 
0,25—0,35 
1 Hering 
0,04 0,08 
0,35-0,80 
1 Zentner Kartoffeln 
2,00-3,00 
5,00 — 5,50 
1 Mittagsmahl Ge,nüs«' 
0,25—0,40 
„ 
0,80—1,30 
V* Pfd. Seife (Stück) 
0,08-0,10 
„ 
0,40-3,'JO 
1 Paar Grubeusmuhe 
5,00—6,00 
,, 
18,00-25,00 
„ 
Grubenklcidung (Haut- 
jacke, Hofe, Jucke) 
5,00 - 6,00 
„ 
18,00-15,00 
„ 
*) Für eine mittelstarke Familte. 
Zu berücksichtigen ist bei der Beurteilung der Lohnhöhe und 
der Lebensmittelpreise, daß die Bergarbeiter wegen ihrer schwe 
ren Arbeit eines großen Kräfteverbrauchs ausgesetzt sind und 
deshalb reichlich ernährt werden müssen, sollen sie arbeitsfähig 
bleiben. Sie werden von der großen Teuerung der Lebens 
mittel also härter betroffen, wie andere, weniger schwer arbei 
tende Volkskreise. Da die Rationen für die weitaus meisten 
unserer Arbeiter, obgleich ihnen Zusatzmengen gegeben werden, 
nicht ausreichen, müssen, wenn eben möglich, größere Quanten 
nichtrationierter Nahrungsmittel („Auslandsware", ferner Ge 
müse, Obst, Fische usw.) zugekauft werden, wofür dann wahr 
hafte Apothekerpreise anzulegen sind. Ohne diese Zukäufe ist 
aber der notwendige Nahrungsbedarf der Arbeiterfamilien ein 
fach nicht zu decken. Wir bitten zu beachten, daß nur der relativ 
kleine Teil der Belegschaften, der namhaft über den Durch 
schnitt der Hauerklasse entlohnt wird, wirtschaftlich in der Lage 
ist, die behördlich rationierten Nahrungsmittelmengen durch Zu 
kauf nichtrationierter oder sogenannter „ausländischer" Waren 
15*
	        
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