Full text : Kaufmanns Herrschgewalt

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XIH.  Die  natürlichen  öl-  und  Gasquellen

die  Reparaturkosten  für  die  Kessel  und  Roststangen  bedeutend
geringer.  Der  folgende  Auszug  aus  einem  an  die  amerikanische
Gesellschaft  mechanischer  Ingenieure  erstatteten  Bericht  gibt  eine
Idee  von  dem  Werte  des  neuen  Feuerungsstoffes.
„Natürliches  Gas  ist  nach  dem  Wasserstoffgas  die  machtvollste
aller  Gasfeuerungen,  und,  richtig  verwendet,  eine  der  sparsamsten,
weil  fast  die  ganze  ihm  eigene  Heizungskraft  in  verdampfendem
Wasser  benutzt  werden  kann.  Frei,  wie  es  ist,  von  allen  schädlichen ­
  Bestandteilen,  besonders  von  Schwefel,  bringt  es  besseres
Eisen,  Stahl  und  Glas,  als  Kohlenfeuer  zustande.  Es  macht  den
Dampf  regelmäßiger,  da  es  kein  Öffnen  der  Kesseltüren  und  keine
leeren  Räume  an  den  Rostbarren  für  Einlaß  kalter  Luft  frei  läßt;
richtig  gehandhabt,  reguliert  es  den  Dampfdruck,  so  daß  der  mit
der  Beaufsichtigung  der  Kessel  betraute  Arbeiter  nur  nach  dem
Wasser  zu  sehen  hat;  und  selbst  das  könnte  unterbleiben,  wenn
man  einem  so  flüchtigen  Wassertender  voll  vertrauen  wollte.  Die
Kessel  werden  länger  halten,  auch  können  weniger  Explosionen
infolge  Ausdehnung  und  Zusammenziehung  —  dadurch  hervorgerufen, ­
  daß  kalte  Luftmassen  an  heiße  Platten  kommen  —  entstehen.“ ­


*  *
*
„Ein  Versuch  wurde  gemacht,  den  Wert  des  Gases  als  Brennstoff ­
  im  Vergleiche  zur  Kohle  als  dampferzeugender  Kraft  festzustellen; ­
  man  benutzte  dabei  eine  Retorte  oder  Sieder  von  zweiundzwanzig ­
  Zoll  im  Durchmesser,  zehn  Fuß  lang  mit  vierzölligen
Röhren.  Der  Sieder  wurde  mit  aüserwählter  Youghioghenykohle,
in  Stücken  von  etwa  4  KubikzoII,  geheizt;  der  Ofen  mußte  so
gefüllt  werden,  um  vermittels  der  dem  Sieder  verbundenen  Esse
die  besten  Erfolge  zu  erzielen.  Mit  jedem  Pfund  verbrauchter
Kohle  wurden  neun  Pfund  Wasser  in  Dampf  verwandelt.  Das
Wasser  wurde  mit  zwei  Messern  —  das  eine  Mal  bei  der  Aufsaugung ­
  und  das  zweite  Mal  bei  der  Entladung  —  gemessen.
Man  ließ  das  Wasser  in  einen  Wärmer  zu  einer  Temperatur
von  60—62°  ein;  dann  wurde  der  Wärmer,  der  von  dem  Sieder
nach  der  Esse  ging,  in  den  Strom  gestellt,  sowohl  für  den  Versuch
            
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