Geldmangel und Geldgebrauch.
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wendig. Es wäre nicht weise, eine Goldmünze kleiner als im Werte
eines Dollars zu prägen, denn solche Münzen müßten zu winzig
ausfallen; ebenso wäre Silber in höherem Betrag als dem eines
Dollars unbequem, weil das Münzstück zu groß ausfallen würde.
Wir hatten daher weniger wertvolles Metall für kleine Summen zu
gebrauchen und nahmen also zunächst Silber; doch bald stellte
sich’s heraus, daß wir auch Silber für kleinere als 10 Centstücke
nicht verwenden konnten, denn der Dime 1 ) ist die in Silber kleinst-
mögliche Münze. Daher sahen wir uns gezwungen, für noch
kleinere Werte ein anderes Metall zu benutzen, ein Metall von
noch geringerem Werte als Silber. So bedienten wir uns, um
Fünfcentstücke zu schlagen, eines Gemisches von Nickel und
Kupfer; wieder zeigte sich's bald, daß sogar Nickel für Ein- oder
Zweicentstücke zu wertvoll, und so blieb uns für die Prägung
dieser kleinsten Stücke nur Kupfer übrig — alles in dem Bemühen,
jeder Münzsorte den Metallwert möglichst dem von der Regierung
ihr zugeschriebenen Werte entsprechend zu geben. Wir bestrebten
uns daher, in ein Centstück ein Stück Kupfer im Werte eines Cent
und in ein Nickelstück soviel Nickel und Kupfer, als einem 5 Cent
stück entspricht, hineinzutun; da jedoch Nickel und Kupfer einem
täglichen Wertwechsel noch mehr als Silber unterworfen sind, so
ist es unmöglich, jeder Münze den vollen Metallwert zu geben.
Wenn wir hineintun, was an einem bestimmten Tage dem vollen
Metallwert gleichkommt, und Nickel, Kupfer und Silber dann auf
dem Metallmarkt im Preise steigen, so würden die, welche mit
solchen Metallen handeln, die Münzen einschmelzen und dabei
ihren Gewinn machen; folgerichtig ständen wir in solchen Fällen
sehr bald ganz ohne solche Münzen da. Deshalb müssen wir stets
etwas weniger Metall für diese Art Münzen verwenden, damit sie
nicht für den vollen Metallwert, den sie vorstellen, verkauft werden
können. Aus diesem Grunde werden alle solche kleinen Münzen
in der Geschichte des Geldes „Zeichen- oder Scheidemünzen“ ge
nannt. Sie gelten als ein Zeichen, welches besagt, daß man dafür
so und so viel Gold erhalten kann. Jeder Besitzer von zwanzig
Nickeln muß zum Empfange von einem Golddollar berechtigt sein,
J ) Dime (10 Cents = 40 Pf.).