VI. Wie kann man ein Vermögen erwerben?
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Das Gesetz, demzufolge die leitenden Gewerbe, so wie han-
dels-, kaufmännische und finanzielle Geschäfte wenige Fabriken
und Firmen umfassen, enthält zugleich ein anderes nicht weniger
mächtiges Gesetz. Große Betriebe können nicht erfolgreich von
bezahlten Angestellten geleitet werden. Kein Geschäft kann einen
glänzenden und dauernden Erfolg haben, es sei denn, daß seine
Leitung in den Händen praktischer Männer liegt, die bei seinen
Ergebnissen finanziell beteiligt sind. In der industriellen Welt
scheinen die Tage der Korporationen (Gesellschaften) gezählt zu
sein. Ich sah mich während meines Lebens oft veranlaßt, die
Operationen großer Etablissements, welche hunderten im Geschäfte
nicht tätiger Kapitalisten gehörten und von bezahlten Beamten
geleitet wurden, zu beobachten. Verglichen mit solchen Betrieben,
zahlen diejenigen, welche von tatsächlich interessierten Eigentümern
geleitet werden, zufriedenstellende Dividenden, selbst in Fällen,
in denen Aktiengesellschaften sich in Schwierigkeiten befanden
und kaum wußten, wie die Jahresbilanz ausfallen würde. Die
großen Schnittwarenhäuser, die ihre Angestellten an den Ge-
winnsten jedes Departements beteiligen, arbeiten mit Erfolg, wäh
rend die, welche nur mit bezahlten Angestellten arbeiten, fehl
schlagen. Sogar bei der Verwaltung unserer großen Hotels hat
sich eine Gewinnbeteiligung der Hauptarbeiter zweckmäßig er
wiesen. In jedem Geschäftszweig offenbart sich dasselbe Gesetz;
im großen und ganzen sind jene Betriebe die blühendsten, welche
eine immer steigende Zahl ihrer tüchtigsten Arbeiter am Gewinn
beteiligen. Das Fabrikgeschäft, welches keine für den Betrieb
praktisch vorgebildeten Techniker besitzt, sollte diesem Mangel
so schnell wie möglich abhelfen; höchstwahrscheinlich wird es
die rechten Leute unter den jungen, frischen Mechanikern finden,
die bis jetzt für geringen Tagelohn arbeiteten, oder unter den
jungen Leuten, die eben vom Polytechnikum kommen. Täglich
bieten sich Beispiele, daß Gesellschaften einem versprechenden
jungen Mann durch Gewinnanteil an ihrem Geschäft interessieren,
nur um seine Dienste nicht zu verlieren. Irgend ein fähiger Fabri
kant oder eine kaufmännische Firma bietet dann dem Betreffenden
das, was er verlangt. Denn jeder tüchtige Geschäftsmann ist auf
der Suche nach dem unentbehrlichen Artikel — persönliche Fähig