Full text: Zur Geschichte und Theorie des Bergregals und der Bergbaufreiheit

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in Verbindung mit den Urkunden 66, 72, 75, 76, 77, 80, ergibt sich, 
daß die Wendenfürsten das Salzregal in ihrem Herrschaftsgebiete aus 
übten. 
Die Urkunde 52 nimmt Bezug auf die Bestätigung der Kolberger 
Salzrechte durch Kaiser Friedrich II. 
Brüggemann 1 trägt den Hergang wie folgt vor: 
„Als der Kaiser Friedrich II. in dem Jahre 1182 die Fürsten 
von Pommern zu Reichsfürsten und Herzogen machte, erteilte er 
den Kolbergischen Sülzverwandten das staatliche Privilegium, 
daß sie mit allen ihren Freiheiten unter des Reiches Schutz und 
Schirm genommen sein, und was das Salzwesen anbetrifft, ihre 
Gerichtsbarkeit und Zusammenkünfte behalten und die Koten 
sowohl auf männliche als weibliche Personen vererben sollen.“ 
Dies beweist, daß im Jahre 1182 das kaiserliche Salzregal auch 
für Pommern Anerkennung fand. Übrigens dürfte nicht allzu schwer 
fallen, aus den vorhandenen sonstigen Nachrichten den Beweis zu 
führen, daß die Kolberger Saline von jeher zu Eigentum des Landes 
herrn gehört hat, daß aber Besitz und Betrieb der einzelnen Anstalten 
Privatpersonen gegen Abgaben zugestanden haben. 
Die Urkunde 53 1 2 ist bereits erwähnt. Ottokar I., auch VIII. ge 
nannt, verlieh im Jahre 1182 dem Kloster zu Seckau auf dessen Be 
sitzungen das Bergbaurecht, indem er sagt: 
„Inde et ad huc adjicimus decernentes, si Dominus humili- 
tatem eorum respicere paupertatique dignetur consulere, venas 
salis sive metalli per omnem fundum Ecclesiae ostendendo, sine 
inquietudine valeant excolere et in usus suos redigere, Hoc enim 
prius, illo tradidimus, et nunc stabilire, et in notitiam posteritatis 
transmittere volumus, sic ut Patri nostro ab Imperiali largitate et 
nobis a Patre nostro collatum fore scimus.“ 
Die Urkunde 54 vom 6. Juli 1184 enthält die Überlassung oder 
wahrscheinlicher Bestätigung des Bergbaurechts durch Friedrich I. für 
das Kloster St. Lambrecht 3 . 
In der Urkunde 55 vom Jahre 1184 bestätigt Friedrich I. dem 
1 Beschreibung des Herzogtums Vor- und Hinterpommern II. Teil, Stettin 
1784, II 48°- 
2 Diplomataria S. Styriae I 167. 
3 Böhmer, Regest, von Konrad bis Heinrich VII. No. 2663 S. 143 und 
Albert v. Muchar III 105 (aus dem Lambrechter Saalbuche).
	        
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