Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Erster Abschnitt. 
B. Totale oder entfaltete Wertiorm. 
z Ware A — u Ware B oder — v Ware C oder — w Ware D oder — 
x Ware E oder — usw. 
(20 Ellen Leinwand = 1 Rock oder = 10 Pfd. Tee oder = 40 Pfd. Kaffee oder 
= 1 Quarter Weizen oder = 2 Unzen Gold = ?!/» Tonne Eisen oder = usw.) 
1. Die entfaltete relative Wertiorm. 
Der Wert einer Ware, der Leinwand zum Beispiel, ist jetzt aus- 
gedrückt in zahllosen andern Elementen der Warenwelt. Jeder 
andere Warenkörper wird zum Spiegel des Leinwandwertes.? So 
erscheint dieser Wert selbst erst wahrhaft als Gallerte unterschieds- 
loser menschlicher Arbeit. Denn die ihn bildende Arbeit ist nun 
ausdrücklich als Arbeit dargestellt, der jede andere menschliche Ar- 
beit gleichgilt, welche Naturalform sie immer besitze, und ob sie sich 
daher in Rock oder Weizen oder Eisen oder Gold usw. vergegen- 
ständliche. Durch ihre Wertform steht die Leinwand daher jetzt 
auch in gesellschaftlichem Verhältnis nicht mehr zu nur einer ein- 
zelnen andern Warenart, sondern zur Warenwelt. Als Ware ist sie 
Bürger dieser Welt. Zugleich liegt in der endlosen Reihe seiner 
Ausdrücke, daß der Warenwert gleichgültig ist gegen die besondere 
Form des Gebrauchswertes, worin er erscheint. 
In der ersten Form: 20 Ellen‘Leinwand == 1 Rock kann es zu- 
fällige Tatsache sein, daß diese zwei Waren in einem bestimmten 
quantitativen Verhältnisse austauschbar sind. In der zweiten Form 
leuchtet dagegen sofort ein von der zufälligen Erscheinung wesent- 
lich unterschiedener und sie bestimmender Hintergrund durch. Der 
Wert der Leinwand bleibt gleich groß, ob in Rock oder Kaffee oder 
Eisen usw. dargestellt, in zahllos verschiedenen Waren, den ver- 
schiedensten Besitzern angehörig. Das zufällige Verhältnis zweier 
28 Man spricht deshalb vom Rockwert der Leinwand, wenn man ihren 
Wert in Röcken, von ihrem Kornwert, wenn man ihn in Korn darstellt usw. 
Jeder solche Ausdruck besagt, daß es ihr Wert ist, der in den Gebrauchs- 
werten Rock, Korn usw. erscheint, „Der Wert jeder Ware bringt ihr Ver- 
hältnis im Austausch zum Ausdruck; wir können daher von ihm sprechen 
als von ihrem . . . Kornwert oder Tuchwert, je nach der Ware, mit 
der sie verglichen wird; und so gibt es tausenderlei verschiedene Werte, 
ebenso viele, als es Waren gibt, und alle sind in gleicher Weise wirklich und 
in gleicher Weise eingebildet.“ („A Critical Dissertation on the Nature, 
Measure and Causes of Value: chiefly in reference to the writings of 
Mr. Ricardo and his followers. By the Author of Essays on the Formation etc. 
of Opinions, London 1825“, p. 39.) S. Bailey, der Verfasser dieser anonymen 
Schrift, die seinerzeit viel Lärm in England machte, wähnt durch diesen 
Hinweis auf die kunterbunten relativen Ausdrücke desselben Warenwertes 
alle Begriffsbestimmung des Wertes vernichtet zu haben. Daß er übrigens, 
trotz eigener Borniertheit, wunde Flecken der Ricardoschen Theorie sondiert 
hatte, bewies die Gereiztheit, womit die Ricardosche Schule ihn angriff, 
zum Beispiel in der „Westminster Review“.
	        
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