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Zeit der Römische Kaiser, von allen Bergwerken Abgaben bezog, und
daß diese Abgaben in einer Quote vom Ertrage bestanden l .
Bereits oben waren mehrere Urkunden angezogen, in denen die
Agilolfinger Herzoge über Salzzehnten verfügten 1 2 . Dafür, daß ihnen
diese Salzzehnten zustanden, weil die Salinen zufällig auf ihren Privat
besitzungen lagen, spricht weder in den Urkunden selbst, noch sonst
irgend ein Umstand.
Das Capitulare de villis imperialibus 3 spricht unter anderem von
den Erträgen der Bergwerke:
c 28. Volumus, ut per annos singulos . . . argentum de nostro labo-
ratu . . deferre studeant.
c 62. Ut unusquisque judex per singulos annos ex omni conlabo-
ratione nostra . . . quidquid de ferrariciis et scrobis id est fossis
ferrariciis vel aliis fossis, plumbaricio . . . habuerint . . . nobis
notum faciant.
Aus dem Capitulare folgt jedenfalls nicht, daß der König von
solchen Bergwerken, die nicht auf seinen Privatbesitzungen lagen, keine
Abgaben erheben durfte.
In der Teilungsurkunde vom Jahre 817 4 heißt es:
cap. I. Volumus (sagt der Kaiser), ut Pippinus habeat Aquitaniam
et VVasconiam et marcam Tolosam totam . . .
cap. II. Item Hludowicus volumus, ut habeat Bajoariara et Ca-
rentanos . . .
1 Recueil de Duchesne tome I p. 585. Zwar wird die Richtigkeit dieser Ur
kunde in Bezug auf die Worte „ex metallo censitum“ von Achenbach, Französi
sches Bergrecht S. 23 ohne Angabe von Gründen in Zweifel gezogen. Indes
dürfte deren unbedingte und vollständige Richtigkeit anzunehmen sein. (Vgl.
Waitz, Deutsche Verfassungsgeschichte, i.’Aufl. II 554; de Pastoret, tome XV der
ordonnances des rois de la troisiöme race, Introduction p. 34 u. a.)
2 S. auch v. Koch-Sternfeld, Die teutschen Salzwerke II 107,223, 239 a. a. O.
Lori, Einleitung p. II sequ.
3 Monumenta Germaniae historica tom. 11 leg. I p. 183, 185/6; s. hierzu
v. Inama, Deutsche Wirtschaftsgeschichte I 132. C, Gareis, Bemerkungen zu
Kaiser Kails des Grossen Cap. de villis in Germ. Abhandl. zum 70. Geburtstage
Maurers S. 207 f. Derselbe, Landgüterordnung Karls des Großen, 1895. Dopsch
1 126 u. a. m. Man schrieb das Capitulare Karl dem Großen zu und setzte es
etwa in das Jahr 812; nach Dopsch I 54 ist es eine Wirtschaftsordnung König
Ludwigs von 794/5 für Aquitanien ohne die ihm beigelegte allgemeine Bedeutung.
S. auch Villanueva 1. c. p. 266. Biot, De la propridtd des mines p. 21, 22.
4 Pertz, Monumenta Germaniae historica tom. III leg. I p. 198 seq.