Contents : Wirtschaft als Leben

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,Die  Herrschaft  des  Wortes“,

man  kann  sie  überhaupt  als  „Tatsachen  vor  der  Wirklichkeit“  verbildlichen, ­
  und  damit  verbindet  es  sich,  daß  sie  das  Erlebte  gleich  in  der
Denkform  des  Zustandes  überliefern,  soweit  sich  ihre  richtige  Geltung
nach  Zeit  und  Ort  bestimmen  läßt.  Mit  Vorsicht  behandelt,  ergeben
sie  ein  wertvolles  Füllsel  für  die  Lücken  des  eigentlichen  Materiales,
das  ja  im  Lichte  jener  grundsätzlichen  Erwägung  nie  anders  als
lückenhaft  sein  kann.  Und  so  gilt  überhaupt  für  die  Forschung,
daß  sie  scharren  und  graben  muß  nach  diesen  „Tatsachen“,  um  sich
selber  möglich  zu  machen.  So  gewaltig  sticht  das  Verhältnis  zwischen
Forschung  und  Material  von  jenem  anderen  ab:  von  dem  Verhältnis
zwischen  dem  unzerfällenden  Denken  und  seinem  Stoffe,  an  dessen
Überfluß  das  erstere  ja  hundertmal  ersticken  könnte.  Das  hindert  aber
nicht,  daß  unser  Denken,  dem  gegenüber  die  Forschung  ja  nur  die
Tat  ist,  seine  Angelegenheiten  einzig  mit  dem  Stoffe  selber
ordnet.  Nur  daraus  leitet  unser  Denken  in  letzter  Linie  seinStreben
ab;  das  will  sagen,  es  setzt  sich  danach  eine  Erkenntnis  vor,  ganz  bestimmter ­
  Eigenart,  in  deren  Dienst  sich  dann  die  Forschung  stellt,  als
erfüllende  Tat.
Auf  der  einen  Seite  stehen  sich  also  Denken  und  Stoff  gegenüber; ­
  das  ist  das  grundlegende  Verhältnis.  Daraus  ist  das  andere,
jenes  zwischen  Forschung  und  Material  im  wesentlichsten  Sinne  schon
bedungen.  Nur  dort,  vom  Boden  des  grundlegenden  Verhältnisses
aus,  entscheidet  es  sich,  was  wir  vollbringen  sollen  und  können;
hier  immer  nur,  wie  wir  es  im  einzelnen  vollbringen.  Dort  kommt
es  zwischen  der  Eigenheit  des  Stoffes  und  der  sonstigen  Eigenheit
unseres  Denkens  zu  einem  Austrage,  und  so  ergibt  sich  sowohl  der
grundsätzliche  Inhalt,  als  auch  die  Möglichkeit  der  Erkenntnis.  Erst
auf  dieser  Grundlage  baut  sich  dann  das  Verhältnis  zwischen  Forschung
und  Material  aufl  Hier,  also  in  zweiter  Linie,  erhellen  dann  die
Wege  der  Forschung,  lösen  sich  die  Fragen  der  Methode.  Diese
Dinge  bleiben  außer  Erörterung.  Gerade  nur  der  Hinweis
sei  eingeschaltet,  daß  alles  Lösen  jenes  fundamentalen  Problems  —  der
erlebten  Einheiten  —  auch  der  Forschung  zugute  käme,  in  ihrem
engsten  Betriebe.  Es  hängt  damit  zusammen,  daß  einerseits  alle  Überlieferung ­
  Worte  beschreitet,  und  die  Forschung  andererseits  nie  allein
die  Glaubwürdigkeit  der  Aussage,  immer  auch  die  Denkbarkeit
des  Aus  gesagten  im  Auge  behält.  Für  solche  Erwägungen  wären
nun  dort  die  Grundlinien  gezogen.  Ich  gehe  aber  nur  auf  das  Verhältnis ­
  zwischen  Denken  und  Stoff  ein,  um  die  Spielarten  abzuleiten, ­
  in  denen  unzerfällende  Erkenntnis  möglich  erscheint.
Diese  Scheidung  der  beiden  Verhältnisse  sieht  wieder  nach  Haar ­
            
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