!) Jahrbuch 1907—8, p. 744.
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I. Oeschidrte und Entwicklung des Karteliwesens.
Die Anzahl der Werke und die Zahl der Arbeiter betrug
in nachstehenden Zweigen der Eisenindustrie in Deutschland
in den einzelnen Jahren; 1 )
Jahr
Eisengießereien
Schweißeisenwerke
Flußeisenwerke
Arbeitskräfte,
Betriebe
Arbeiter
Betriebe
Arbeiter
Betriebe
Arbeiter
insgesamt
1888
1099
63 326
270
51 779
101
42 256
147 361
1893
1221
63 552
218
40 342
139
65 944
169 838
1898
1213
86 435
176
38 135
170
106 459
230 029
1899
1238
91 (13
175
37 767
177
120 983
250 263
1900
1253
95 648
174
38 145
189
124 665
268 358
1901
1249
85 715
164
31 565
200
121 860
288 640
1902
1295
84 530
156
27 479
199
126 438
288 467
1903
1302
87 821
147
27 125
208
182 443
247 389
1904
1621
104 604
139
24 334
209
140 966
269 904
1905
1608
109 565
141
22 805
211
159 172
291 642
1906
1584
117 458
123
19 087
221
177 057
313 602
1907
1580
119 794
119
18 881
282
183 706
367 582
1908
1560
113 824
108
17 378
223
179 349
310 551
In der Roheisenindustrie bestehen bzw. bestanden folgende
Kartelle:
Roheisensyndikat, G. m. b. H., Düsseldorf. Gegründet
1897, aufgelöst am 1. Januar 1909.
Verein für den Verkauf von Siegerlaender Roheisen, G.m.
b. H., Siegen. Gegr. 1897, aufgelöst am 1. Jan. 1909.
Lothringisch-Luxemburgisches Comptoir für den Verkauf
von Roheisen, G. m. b. H. in Luxemburg (Bis
1. Jan. 1909).
Oberschlesisches Roheisen-Syndikat, Zabrze.
Spiegeleisenverkaufsverein, Siegen, bestand 1884 bis 1897,
umfaßte nur Spiegeleisen und hat keine große Bedeutung
erlangt.
Die drei erstgenannten Syndikate wurden im Laufe des
Jahres 1908 gekündigt und am 1. Januar 1909 aufgelöst. Das
Düsseldorfer und Siegener Syndikat waren im Jahre 1897
gegründet und erst im Jahre 1903 neu organisiert worden.
Sie umfaßten bis zu ihrer Auflösung in eigener Verkaufsstelle
sämtliche deutsche Roheisensorten, mit Ausnahme des
einen oder anderen in nur ganz geringen Mengen hergestellten
Spezialeisens und damit den größten Teil der gesamten
deutschen Roheisenproduktion. Ihre Auflösung bezeichnet