Full text : Die Kommunalbesteuerung in Italien

167

Städte

Zahl
der
Klassen

Steuerbare  Miete

Steuerertrag
im  Jahre
1911
Lire

Minimum

Maximum

Lire

Steuer
°/o

Lire

Steuer
oi
Io

Alexandria

7

2öl

4,8

1501

13  Vs

4  433

Ancona

7

400

4,25

1001

10

2  876

Arezzo

6

151

6

441

10

2  988

Bergamo

5

175

4

1001

10

ca.  5  600

Bologna

13

400

4

20000

10

39  073

Cagliari

6

301

4

1001

10

72  034

Caserta

—

—

—

—

—

ca.  50  000

Como

6

200

5

700

10

20  966

Florenz

12

400

4

5  001

10

33  652

Lncca

7

200

4

1400

10

2  015

Macerata

—

160

4

—

10

ca.  7  500

Mailand

11

500

4

6  001

10

43  478

Modena

7

250

4

5  001

10

2  022

Neapel

—

400

2

—

2

926  213

Padua

10

300

4

4  000

10

9  600

Piacenza

—

101

4

—

—

72  900

Pisa

—

700

4

—

10

ca.  63  000

Korn

10

801

4

6  001

10

106  948

Siena

5

240

4

840

10

2  742

Treviso

10

300

4

2  001

10

ca.  2  000

Udine

4

400

4

1001

10

2  076

Yerona

5

450

4

1201

10

94  061

Yicenza

5

400

4

900

10

4  251

hältnisse  der  einzelnen.  Sie  trifft  demnach  die  Steuerquelle,  das  Einkommen, ­
  nur  mittelbar,  im  Gegensatz  zur  allgemeinen  Einkommensteuer. ­
  Darin  liegt  unbestreitbar  aber  auch  ihre  Schwäche.  Die
Größe  des  Wohnungsaufwands,  besonders  bei  Zugrundelegung  der
Mietzinse,  ist  durchaus  nicht  immer  ein  zuverlässiges  Maß  für  das
Einkommen  und  die  steuerliche  Leistungsfähigkeit  der  Pflichtigen.
Es  sei  nur  an  die  Verschiedenheit  zwischen  Stadt  und  Land  und  den
einzelnen  Gemeindeteilen  erinnert.  Namentlich  aber  führt  man  gegen
die  Mietsteuer  an,  daß  sie  im  allgemeinen  progressiv  nach  unten  wirkt,
da  von  kleinen  Einkommen  die  Ausgaben  für  Miete  viel  höhere
Quoten  ausmachen  als  von  großen  und  ein  genügender  Ausgleich
durch  progressive  Staffelung  der  Steuer  und  Freilassung  der  unteren
Mieten  sehr  oft  fehlt,  auch  gar  nicht  immer  erreichbar  ist.  Sie  belastet ­
  eine  kinderreiche  Familie  bei  gleichen  Verhältnissen  im  allgemeinen ­
  stärker  als  eine  kinderlose,  da  die  Größe  der  Familie  für  die
Wahl  der  Wohnung  mitspricht.  Auch  berufliche  Interessen  sind
häufig  für  die  Wahl  der  Wohnung  entscheidend.  Indes  lassen  sich
manche  der  angeführten  Mängel  durch  eine  entwickelte  Steuertechnik
            
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