Full text : Die Kommunalbesteuerung in Italien

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von  21  L.  und  287  ein  solches  von  50  L.  Im  Jahre  1895  erhoben
832  Gemeinden  die  Mietsteuer:  darunter  nur  9  Provinzhauptorte  und
16  geschlossene  Kommunen  erster,  zweiter  und  dritter  Klasse  (d.  h.
mit  einer  „agglomerierten“  Bevölkerung  von  über  8000  Einw.).  Im
Jahre  1907  *  *)  wurde  sie  in  850  Gemeinden  angewendet:  in  696  (von
4810  insgesamt)  in  Norditalien,  in  58  (von  909)  in  Mittelitalien,  in  49
(von  1843)  in  Süditalien  und  in  47  (von  721)  auf  den  Inseln.  Darunter
waren  nur  88  Orte  mit  über  8000  Einw.:  44  im  nördlichen,  21  im
mittleren,  5  im  südlichen  und  18  im  insularen  Teil.  In  den  Provinzhauptorten ­
  wurde  sie  i.  J.  1907  in  15,  i.  J.  1911  dagegen  in  24  (von  69)
erhoben  und  zwar  mit  einem  Gesamterträgnis  von  1,72  Mül.  L.,  d.  h.
rund  */ 4  ihres  Gesamtertrages  im  ganzen  Königreich 2 ).  Sie  wurde
(i.  J.  1911)  angewendet  in  12  (von  30)  Provinzhauptorten  in  Norditalien ­
  (in  Alexandria,  Bergamo,  Oomo,  Mailand,  Padua,  Treviso,  Udine,
Verona,  Vicenza,  Bologna,  Modena  und  Piacenza),  in  8  (von  14)  in
Mittelitalien  (in  Ärezzo,  Florenz,  Lucca,  Pisa,  Siena,  Ancona,  Macerata
und  Rom),  in  2  (von  16)  in  Süditalien  (in  Caserta  und  Neapel)  und
in  2  (von  9)  auf  den  Inseln  (in  Palermo  und  Oagliari).  Sie  ist  demnach, ­
  was  die  Provinzhauptorte  anlangt,  in  Mittelitalien  verhältnismäßig ­
  am  häufigsten,  im  südlichen  und  insularen  Teil  dagegen  am
seltensten.  Nicht  eingeführt  ist  sie  namentlich  in  Turin,  Genua,  Pavia,
Mantua,  Brescia,  Novara,  Oremona,  Venedig,  Ferrara,  Forli,  Parma,
Ravenna,  Reggio  Emilia,  Livorno,  Massa-Carrara,  Ascoli  Piceno,
Perugia,  Salerno,  Bari,  Foggia,  Lecce,  Catanzaro,  Reggio  Calabria,
Caltanissetta,  Catania,  Girgenti,  Sirakus,  Trapani  und  Sassari.
Ein  reiches  Erträgnis  liefert  die  Steuer  mit  über  900000  L.
(i.  J.  1911:  926000  L.)  nur  in  Neapel,  während  sie  in  Rom  nicht
viel  über  100000  L.  (i.  J.  1911:  107000  L.)  und  in  den  anderen
Städten  nicht  einmal  soviel  erbringt.  In  den  meisten  Gemeinden  ist
sie  proportional:  i.  J.  1907  in  etwa  432  gegenüber  358 3 ),  in  denen
sie  progressiv  war.  Kein  steuerfreies  Minimum  hatten  (1907)  etwa  177
und  ein  solches  von  unter  100  L.  etwa  509  Kommunen 4 ).  In  allen
Provinzhauptorten  mit  Ausnahme  von  Neapel,  wo  die  Steuer  proportional ­
  (2°/o)  ist,  gestaltet  sich  der  Steuerfuß  progressiv,  meist
*)  Die  Angaben  für  1907  stützen  sich  auf  die  Ergebnisse  in  der  amtlichen
Statistik  für  1907  (Bd.  I).
s )  Vgl.  Annnario  statistico  delle  Cittä  italiane  1913/14,  S.  2  ff.
3 )  Nur  annähernd,  da  in  60  Gemeinden  die  Gestaltung  des  Steuerfußes  nach
der  Statistik  nicht  festzustellen  ist.
*J  Auch  hier  nicht  genau,  da  die  Statistik  nicht  ganz  lückenlos  ist.
            
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