Object: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

schaften mit Morgan zusammenkam, erinnert sich an 
folgende Eindrücke, die hier in seinen eigenen Worten 
wiedergegeben seien. 
„Schon von Anfang an machte es großen Eindruck 
auf mich, daß ich Morgan niemals aufgebracht oder 
wütend sah, außer wenn irgendein Vorschlag gemacht 
wurde, der ihm mehr oder weniger faul zu sein schien. 
Er war stets für ehrliches Handeln, trotzdem er ein 
meisterhafter Finanzdiplomat war, mit Geisteskräften 
und intuitiver Urteilsfähigkeit begabt, wie ich sonst 
niemand gesehen habe. 
Das einzige Mal, daß Morgan aus einem anderen 
Grunde Ärger zeigte, war in einer Aufsichtsratssitzung 
von damals. Ein untergeordneter Beamter einer Eisen- 
bahngesellschaft brachte ein Dokument oder einen 
Bericht herein, in dem die Namen der Direktoren ver- 
zeichnet waren, darunter auch der Morgans. Als das 
Schriftstück an ihn kam, blickte er kurz hinein, warf 
es dann auf den Tisch, zeigte auf seinen Namen und 
sagte ärgerlich: ‚Mein Name wird nicht so geschrieben, 
ich wünsche, daß das verbessert wird. Mein Name 
wird Pierpont geschrieben, nicht Pierrepont, und es 
würde mich freuen, wenn man in Zukunft sich danach 
richten würde!” 
Wenn ein Artikel im Druck erschien mit Lob über 
irgend etwas, das er getan hatte, und sein Name war 
Pierrepont geschrieben, so wog das alles auf. was zu 
seinen Gunsten gesagt war. 
Während er so für Kleinigkeiten, für Kritik außer- 
ordentlich empfindlich war, machten ihm Angriffe und 
die Beschäftigung der Öffentlichkeit mit seiner Person 
gar nichts aus, Seine Freunde sagten, daß er selbst 
damals, in den Anfängen seiner Laufbahn, das allmäh- 
lich immer häufigere Erscheinen seines Namens in den 
Zeitungen entweder mit absoluter Gleichgültigkeit 
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