Full text: Organisation

Einleitung. 
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zweckvolle Ordnung dieser Einzelmenschen den Gegen 
satz zur rein mechanischen Anordnung zeigen. So wird 
man z. B. die Anfstellung eines Zuges Soldaten zwar 
eine Ordnung, aber noch keine Organisation nennen; 
aber auch nicht, wenn zehn Menschen gleichmäßig 
mechanisch an einem Seile ziehen. Hier geschieht das 
wohl zu einem Zweck, aber es fehlt die Verschieden 
artigkeit der Teilnehmer, die dabei alle die gleiche 
Arbeit und Leistung vollbringen. Jene ist das Charak 
teristische eines Organismus und muß auch bei der 
Übertragung festgehalten werden; von solcher mecha 
nischer Verwendung von Menschenmaterial würde man 
nicht viel Wesens machen, sie uns niemand beneiden, 
denn diese Art von Ordnung leisten auch etwa zehn 
Wilde oder Sklaven. Wenn wir von „organisierter 
Arbeit" sprechen, meinen wir sicher nicht solche ein 
fachste Form des Zusammenwirkens; organisierte Ar 
beiter alle zu nennen, die einem Verband angehören, 
ist ein unscharfer Sprachgebrauch, bei dem man die 
Organisation der Leistungen innerhalb der Gewerkschaft 
usw. stillschweigend mitdenkt. Ein beliebiger Verein 
oder Verband gleicht noch lange nicht einen Orga 
nismus. 
So ergibt sich folgende Definition: Organisieren 
heißt eine Mehrzahl verschiedenartiger Menschen aus 
einer bloßen Summe in eine lebendige zweckvolle Ge 
meinschaft verwandeln. Der Lebenskraft, die das orga 
nische Gebilde lenkt, entspricht hier die Beseelung, der 
Wille aller Einzelnen zum gemeinsamen Zweck. Hier 
liegt auch die moralische Seite der Organisation, da 
etwas Außerpersönliches, eben die Hingabe an die
	        
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