Full text : Organisation

IV.  Staatliche  und  private  Organisation.

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Verhältnis  bei  logischer  und  ästhetischer  Beurteilung
kein  anderes  ist,  braucht  hier  nur  der  Vollständigkeit
halber  erwähnt  zu  werden.  Überall  würden  wir  tief
unter  der  möglichen  Leistung  stecken  bleiben,  müßten
wir  immerzu  in  vollem  Wortsinn  „wollen"  und  ersparte
uns  nicht  die  Gewöhnung  einen  großen  Teil  geistiger
Kraft,  den  wir  dann  für  neue  Zwecke  verwenden
können.  Das  Gleiche  gilt  nun  für  jede  Organisation.
Irgendwie  mechanisiert,  eingeübt,  gewohnt  muß  auch
hier  vieles  werden,  sonst  käme  man  ja  aus  dem  „Organisieren" ­
  niemals  heraus  und  müßte  alles  stets  wieder
aufs  neue  schaffen.  Aber  die  Organisationen  zeigen
darin  eine  Verschiedenheit,  daß  die  einen  mehr  und
immer  neue  Impulse  und  Anstöße  erfordern,  die  andren ­
  eine  stärkere  Mechanisierung  vertragen.  Denn  auch
hier  ist  es  wünschenswert,  daß  die  Gewohnheit  an  die
Stelle  des  Willens  rückt,  nur  ist  es  bei  vielem  nicht
möglich.  Auch  dies  kann  an  der  Armee  deutlich  werden; ­
  so  gewiß  sie  als  Ganzes  kein  Mechanismus  ist,  so
muß  doch  vieles  so  funktionieren,  als  sei  es  eine  Maschine; ­
  anderes  erfordert  nnablässige  Aufmerksamkeit
und  immer  neuen  Energieaufwand  der  Führenden.
Und  das  Verhältnis  von  beidem  ist  bei  den  einzelnen
Anfgaben,  Dienstzweigen,  Betrieben  durchaus  nicht  das
Gleiche.
Überträgt  man  aber  das  gesamte  Bild  auf  den
Staat,  so  sind  offenbar  die  Privatorganisationen  diejenigen, ­
  die  die  meiste  Initiative  verlangen  bezw.  den
meisten  „Willen",  die  Staatsbetriebe  aber  diejenigen,
die  am  meisten  Gewohnheit  oder  Mechanisierung  vertragen. ­
  Und  auch  das  zeitliche  Nacheinander  findet  in
derselben  Weise  statt:  anfangs  mußte  alles  gewollt,
            
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