Zweikontentheorie.
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den Konten dieser Reihe Minus, Abnahme oder Verlust,
das Haben bedeutet Plus, Kapitalzuwachs oder Gewinn.
Schaer 1 ) unterscheidet in der ersten Kontenreihe überdies:
et) Reine Bestands-Konten, die „ihrer Natur nach nur Vorräte
wirtschaftlicher Güter zu verrechnen bestimmt
sind“, und
ß) gemischte Bestands-Konten 2 ), deutlicher als Bestandserfolgs-Konten
bezeichnet.
Wer zwischen reinen und „gemischten“ Bestands-Konten
unterscheidet muß auch zwischen reinen und gemischten Erfolgs-Konten
unterscheiden. Richtiger erscheint uns deshalb die Einteilung
von Reisch-Kreibig zu sein (Band I):
1. Konten der Vermögensbestandteile (aktive und passive):
a) Reine Bestands-Konten.
b) Gemischte Konten (Bestandserfolgs-Konten).
2. Konten des Reinvermögens:
a) Reine Erfolgs-Konten.
b) Gemischte Konten (Bestandserfolgs-Konten).
Zu den gemischten Konten sind alle Konten zu zählen, die,
wie früher angeführt, Umsatzerfolge verrechnen (S. 69 f.). Auch
gewisse Rechnungsposten, Erfolgsregulierungsposten, bedingen,
daß einzelne Erfolgs-Konten quasi einen rechnungsmäßigen Bestand
aufzeigen können. (Vgl. II. Band, Erfolgsregulierungsposten.)
„Die Vermögensbestand-Konten erhalten in der Sollspalte die
Nachweisung der Vermehrungen, in der Habenspalte die Nachweisung
der Verminderungen der Vermögensbestandteile“ (Hügli,
a.a.O.S.79). Dies ist unrichtig; die Konten der Schulden haben
auf der rechten Seite die Zunahme des Schuldenbestandes.
„Schulden sind negative (passive) Vermögensbestandteile, Die
Zunahme von Schulden kommt deshalb der Verminderung, die
Abnahme von Schulden der Vermehrung positiver (aktiver) Ver-1)
Versuch einer wissenschaftlichen Behandlung der Buchhaltung,
Basel 1890; auch in der Z. f. Handelspraxis, 2. Jahrgang, und in seinem
Buche: Buchhaltung und Bilanz, 3. Auf!., Berlin 1919.
2 ) Kurzbauer (1850) unterscheidet a) unmittelbare Erfolgs-Konten,
b) mittelbare Erfolgs-Konten, d. s. die „gemischten“ Konten; vgl, 76 f.