Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

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Formen  der  doppelten  Sachführung.

lose  Blätter,  Kartenkonten).  Das  Bedürfnis  nach  Kontrolle  der
Gebarung  mit  Vermögenswertbeständen  wird  dringlicher,  das
Bedürfnis  nach  täglichen  Übersichten  über  den  Stand  des  Geschäftes ­
  und  die  Rechnungsverhältnisse  mit  bestimmten  fremden
Einzelwirtschaften  wird  größer,  insbesondere  im  Großbankbetrieb; ­
  die  Bedürfnisse  der  Kostenberechnung,  insbesondere  der
Werterzeugung,  und  der  Kalkulation  1 )  (d.  i.  Gewinnberechnungen
durch  Verbindung  von  Kosten  und  Gewinn  mit  der  Anschaffung
oder  Erzeugung  eines  Vermögensbestandes)  führt  zu  einer  Vermehrung ­
  der  Konten  und  Kontenbücher.
Je  schwieriger  die  Bildung  von  Unternehmereinkommen
wird  —  freier  Wettbewerb,  behördliche  Preisprüfung,  Friedensvertrag, ­
  Steuerbelastung,  Mitbestimmungsrecht  der  Arbeiter
und  Angestellten,  Bilanzeinsicht  —,  je  differenzierter  diese  Einkommensbildung ­
  ist,  um  so  stärker  treten  die  kalkulatorischen
Aufgaben  der  Buchführung  in  Erscheinung:  Gliederung  des  Aufwandes ­
  und  der  Leistungen  der  Unternehmung  in  der  Gewinnund
  Verlustrechnung  —  im  Gegensatz  zur  Bestandswertverrechnung ­
  der  Bestandskonten  —,  um  so  größere  Bedeutung  gewinnt
die  Erfolgsbuchführung  in  der  Unternehmung.  Die  doppelte
Buchführung  wird  dieser  gesteigerten  Bedeutung  der  Kalkulation ­
  mit  den  einfachsten  Mitteln  gerecht.
Wir  möchten  die  Grundlinien  der  neuzeitlichen  Entwicklung
in  den  Buehführungsformen  wie  folgt  charakterisieren:
1.  Feinere  Gliederung  und  Gruppierung  der  wirtschaftlichen,
insbesondere  der  inneren  Vorgänge  hinsichtlich  ihres  Zahlenwertes ­
  und  zahlenmäßigen  Ausdruckes,  die  es  ermöglichen  sollen,
das  innere  Leben  des  wirtschaftenden  Organismus  in  seinen
feinsten  Adern  zu  verfolgen  und  offenzulegen.  Die  zunehmende
Schärfe  des  Konkurrenzkampfes  hat  mehr  als  je  die  Aufmerksamkeit ­
  der  Unternehmer  auf  die  innere  Wirtschaft  des  eigenen
Betriebes  gelenkt.
Die  Mehrarbeit,  die  wesentliche  Vermehrung  der  Kontenx
 )  Wieske,  Organisationsgesetze  der  Buchhaltung  in  Theorie  und
Praxis,  Berlin  1914,  S.  35,  101  f.,  136  ff.,  räumt  der  Kalkulation  einen  entscheidenden ­
  Einfluß  auf  die  Entwicklung  der  Buchführung  und  der  Buchführungssysteme ­
  ein.
            
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