Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Einleitung.

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g)  Der  einfachen  und  der  doppelten  B.  kaufmännischer  Unternehmungen, ­
  im  Sinne  der  §§  1  und  2  HGB.,  gemeinsam  ist
das  Inventar,  d.  i.  eine  vollständige  Rechnung  über  das  Vermögen,
die  Schulden  und  das  eigene  Kapital.  Die  einfache  unvollständige ­
  B.  verbindet  mit  dem  Anfangsinventar  eine  vollständige
oder  unvollständige  Verrechnung  der  Vermögensteile  und  der
Schulden,  deren  Ergebnisse  wiederum  in  einem  Schlußinventar
and  in  einer  Schlußinventarbilanz  zusammengefaßt  werden.  In
der  Regel  bringt  die  einfache  B.  nur  die  äußeren  Vorgänge,  die
Beziehungen  der  Wirtschaft  zur  Außenwelt  zum  Ausdruck.
Auch  wenn  Verlustausgaben  und  Gewinneinnahmen  teilweise
verrechnet,  d.  h.  als  solche  zusammengefaßt,  also  auch  innere
Wirtschaftsvorgänge  gruppiert  werden,  so  fehlt  doch  solchen
Spezialrechnungen  die  organische  Einheit  und  die  Verbindung 1 ).
Die  doppelte  B.  verbindet  Anfangsinventar  und  anfängliche
Inventarbilanz  mit  Sonderrechnungen  für  die  Vermögens-  und
Schuldteile,  ergänzt  sie  jedoch  durch  eine  vollständige  Verrechnung ­
  aller  Veränderungen  des  eigenen  Kapitals 2 ),  durch  Verrechnung ­
  aller  Wertmehrungen  und  Wertminderungen  des  Reinvermögens. ­
  Die  Ergebnisse  der  Sonderrechnungen  des  Vermögens ­
  und  der  Schulden  werden  auf  einem  Schlußbilanzkonto,
jene  der  Kapitalveränderungen  auf  einem  Gewinn-  und  Verlustkonto ­
  zusammengefaßt.  Die  Sonderrechnungeu  des  Vermögens
and  der  Schulden  treten  mit  den  Rechnungen  des  eigenen  Kapitals ­
  in  eine  organische  Verbindung:  a)  während  des  Rechnungsjahres ­
  durch  einen  „technischen  Kunstgriff“  (Hügli),  der  es  ermöglicht, ­
  jeden  Rechnungsposten  doppelt  und  auf  entgegengesetzten ­
  Konten  zu  verbuchen;  ß)  am  Ende  einer  Rechnungsperiode ­
  durch  zwei  Hilfsrechnungen,  Bilanzkonto  und  Veriustund
  Gewinnkonto.
Beide  Systeme  kennen  in  Verbindung  mit  dem  Inventar
r )  Wegen  einer  solchen  eigenartigen  Vermischung  der  einfachen  mit
einer  unvollständigen  doppelten  B.  —  la  partie  mixte  —  vgl.  Barre,  Comptabilite
  commerciale  et  industrielle  (Paris,  Massen  &  Cic.).
2 )  Wenn  in  den  folgenden  Darlegungen  von  „Veränderungen“  des
Vermögens,  der  Schulden  und  ihrer  Teile  die  Rede  ist,  so  bedeutet  dies  nicht,
laß  die  Wortschwankungen  überhaupt  verbucht  werden,  sondern  nur
Wertbewegungen  an  bestimmten  Tagen,  hervorgerufen  durch  Geschäftsiile
  ( so  Prätzel,  Die  Rechnungsführung,  Braunschweig  1912,  S.  77).
            
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