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Effektenhandel.
3. Wertpapiere zum Inkasso (Konto gekündigter Wert
papiere, Inkassoeffekten-Konto, Platz- und Rimesseneffekten-
Konto).
4. Pfandeffekten als Sicherstellung eines Gelddarlehns (Lom
bard- oder Vorschußeffekten-Konto, Reporteffekten-Konto).
5. Depoteffekten (passive), das sind Wertpapiere, die von
den Kunden behufs Verwahrung hinterlegt sind (Verwahrungs
depots), oder die als Sicherheit eines Kredits deponiert, für den
Kunden gekauft und hinterlegt sind (Sicherheitsdepots). Schließ
lich Wertpapiere, die für den Kunden verkauft werden sollen
(Verkaufsdepots).
6. Aktive Kautionseffekten, die von der Bank hinterlegt
sind und passive Kautionseffekten von Angestellten usw. bei der
Bank deponiert (Kautionseffekten-Konto).
7. Noch unverkaufte Konsortialeffekten im Besitz des Kon-
sortialleiters, d. h. Bestände an Effekten aus Gemeinschafts
geschäften, die noch nicht abgestoßen werden konnten (Kon-
sortialeffekten-Konto).
1. Eigene Wertpapiere. Verrechnungsbeispiel: (Die vom
Kunden angebotenen Wertpapiere bzw.in Auftrag gegebenen wer
den selbst übernommen bzw. aus den eigenen Vorräten geliefert).
Die Bank verkauft einem Kunden:
M. 20 000 Wertpapiere zu 103 % == M. 20 600,— (Kurswert)
Nennwert Kurs
+ Stückezinsen ,, 116,50
(Ausmachender Betrag) . . . . M. 20 716,50
Provision 3 °/ 00 j „ 62,25
Courtage 1 % 0 j Nebenkosten 20,—
Steuer 120 <3, ] „ 25,20
(Anschaffungswert für den Käufer) M. 20 823,95.
NB. Die Nebenkosten werden dem Käufer zu-, dem Ver
käufer abgerechnet (Kommissionsgeschäft der Bank),
a) Die einfachste Verbuchung verrechnet Kurswert, Effekten-
zinsen und Nebenkosten auf einem Effekten-Konto, dessen
Spezialisierung nach Gattungen (Aktien, Staatspapiere..)
im Hauptbuch kontenmäßig oder in einer ergänzenden zer
gliedernden Nebenverreehnung, dem Effektenskontro, erfolgt.