Organisation der Bankbuchhaltung.
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Korrespondenten selbst eingetragen, vom Chef der Korrespondenz unter
schrieben, sonst aber in gleicher Weise wie oben weiter behandelt.
Dadurch soll die für die Bankbuchhaltung so wichtige Kontrolle der
Sach-Konten ermöglicht werden, während die Personen-Konten durch die
Kontokorrente ihre letzte Kontrolle finden.
Aus den (45) Hauptbüchern wird täglich eine Rohbilanz gezogen und
geprüft; außerdem wird ein Zentralhauptbuch angelegt und monatlich
abgeschlossen (der Kassenabschluß findet halbmonatlich statt).
Die Kontierung ist eine weitgehende spezialisierende, jedes Effekt,
jede Münze hat ein besonderes Konto; das Konto „Diverse“ wird nur für
Übergangsposten, das Devisen-Konto einschließlich der Zinsenverrechnung,
das transitorische Konto auch für transitorische Zinsen geführt.
Bank IV.
1. Kasse.
Für die Kassengebarung werden ein Tagesjournal und ein Effekten-
iournal (lose Bogen) geführt. Aus diesen und einem Sammelbogen für die
Kassengebarung der Einlagestellen und Pfandleihanstalten wird die reine
Kasse (auch auf Bogen) gebildet, monatlich abgeschlossen und am Ende
des Jahres als Kassa buch gebunden.
2. Primanota.
Die einzelnen Primanotaposten werden möglichst zusammengezogen,
so daß dadurch eine Art täglicher Journalisierung entsteht.
3. Hauptbuch.
Die Monatsbruttobilanz wird mit dem Korrentbuch-Konto abge
stimmt. (Vgl. S. 91, 3.)
Die Buchführung der Wechselstuben ist von der Zentrale getrennt;
die Wechselstuben-Dotations-Konten der Zentrale werden für die zur Ver
fügung gestellten Gelder belastet, für die abgelieferten Barüberschüsse
erkannt.
Kontierung:
Aktienkapital-
Anweisungen-
Bilanz
Kassenscheine-
gewinn- und Verlust-
Kassenscheine-Zinsen-
Kassen-
Diskont-
Eigene Effekten-
^Giro- (eigene Kunden)
w
o
Wechselstuben-
o Kassenverein-
Immobilien-
® Reichsbank-Giro-
’ £3
C+-
Spezialreserve-
° Einlagen-
o
Reservefonds-
Einlagezinsen- (Depositengelder)
Spezialvorschuß-
Darlehns-
Rividenden-
Inkasso-
Tratten-
Provisions-